Juliet Ashton: Ein letzter Brief von Dir

B00IE1YADUJuliet Ashton: Ein letzter Brief von Dir

Originaltitel: The Valentine’s Card (2013)
übersetzt von Katharina Naumann und Silke Jellinghaus
Verlag: rororo Verlag
Seitenanzahl: 416 Seiten
ISBN-10: 3499228610
ISBN-13: 978-3499228612

Inhaltsangabe:

von amazon.de: Als Orla am Valentinstag einen Brief von ihrem Freund erhält, rechnet sie fest mit dem lang ersehnten Heiratsantrag. Doch bevor sie den Umschlag öffnen kann, kommt der schreckliche Anruf: Sim ist in London auf der Straße zusammengebrochen. Er ist tot.
Orla steht unter Schock. Wie soll sie weiterleben ohne Sim? Und warum rät ihr sein bester Freund so eindringlich, die Valentinskarte nicht zu öffnen? Orla war doch Sims große Liebe. Und er ihre. Als Orla krank vor Kummer nach London reist, um mehr über Sims letzte Tage zu erfahren, wird ihr klar, wie wenig sie ihren Freund kannte. Und noch bevor sie Sims Valentinskarte öffnet und seine letzten Worte liest, ist sie selbst ein anderer Mensch geworden …

Mein Fazit:

Ja, ich muss schon etwas überlegen, wie das Buch noch einmal war. Es ist vier Monate her, das ich es las – ebenfalls im Urlaub. Mich hatte der Plot magisch angezogen.

Orla liebt Sim. Während sie eine bodenständige Persönlichkeit ist (sie ist Grundschullehrerin, hat ein kleines Haus und eine große warmherzige Familie), ist Sim eher aus reichem Haus und besitzt Ambitionen zu einer Schauspielkarriere. Eigentlich passen sie so gar nicht zusammen, dennoch lieben sie sich und sein plötzlicher Tod reißt ihr den Boden unter den Füßen weg. Und ausgerechnet am Valentinstag kommt eine wunderschöne Karte zu ihr – von ihm. Sie glaubt die langersehnte Frage darin zu finden. Doch kaum hat sie die Karte in der Hand, erfolgt die Nachricht von seinem Tod.

Die Karte liest sie nicht und reist nach London, um ein paar Sachen zu holen und über ihren Geliebten mehr zu erfahren. Schon durch Sims Agent wird Orla bewußt, das er in London ein ganz anderes Leben führte als sie bisher ahnte. Sie findet in seiner Wohnung Unterschlupf und Zeit zum Trauern. Die Vermieterin ist eine schrullige, aber sehr sympathische und liebenswerte alte Dame, die ihr zusätzlichen Halt gibt. Noch immer hat Orla die Karte nicht gelesen und der Agent drängt zusehens, das sie sie ungelesen vernichtet. Orla macht es skeptisch und begibt sich auf die Suche nach den Gründen.

Die Figuren sind sympathisch gezeichnet, mit jeder kann man sich identifizieren. Und alle haben sie irgendwie ihre Macken. Die Autorin hat niemanden perfekt dargestellt. Ein großes Pluspunkt. Und auch die Handlungen von Orla sind so nachvollziehbar, das sie einem fast leid tat. Aber eine unruhige Seele tut machmal Dinge, die man im Nachhinein bereut.

Bis zur Mitte des Buches hatte es einen guten Spannungsbogen – bis Orla die Karte öffnet und liest. Da hatte ich dann einen kleinen Knick, der aber deshalb schnell überwunden wurde, weil die Karte so unglaubwürdig war – sowohl für Orla als auch für mich als Leserin. Daher musste ich dann weiterlesen, was nun wirklich passiert war.

Eine schöne Urlaubslektüre, die jedoch nicht unbedingt so nachhaltig im Gedächtnis bleibt. Daher gibt es nur vier Sterne für mich.

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

Veröffentlicht am 03.11.14!

Einen Penny für Ihre Gedanken ...