Wasser für die Elefanten

usaWasser für die Elefanten (2011)
Originaltitel: Water for Elephants

B004TF9A76Regie: Francis Lawrence
Drehbuch: Richard LaGravenese
Produktion: Erwin Stoff, Gil Netter, Andrew R. Tennenbaum
Musik: James Newton Howard
Kamera: Rodrigo Prieto
Darsteller: Robert Pattinson, Reese Witherspoon, Christoph Waltz, Hal Holbrook, James Frain, Jim Norton, u.v.a.
Dauer: 120 Minuten
Romanvorlage: „Wasser für die Elefanten“ von Sara Gruen

Inhaltsangabe:

Amerika im Jahre 1930: Die Weltwirtschaftskrise hat das Land fest in der Hand. Jacob (Robert Pattinson) will gerade seine Abschluss-Prüfung zu seinem Tiermedizin-Studium ablegen, als seine Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Um das Studium zu finanzieren, haben seine Eltern alles beliehen und da Jacob über keine eigenen Mittel verfügt, geht alles an die Bank.

Er schließt sich einem Zirkus an und gibt sich als Tierarzt aus. Geleitet wird der Zirkus vom despotischen wie jähzornigen August (Christoph Waltz). Und er lernt auch noch die zauberhafte Marlena (Reese Witherspoon) kennen, die ihn sofort in ihren Bann zieht. Doch sie ist mit August verheiratet!

Nach ein paar Bewährungsproben kann Jacob im Zirkus arbeiten und durch Zufall bekommen sie die Elefanten-Dame Rosie. Marlena soll mit Rosie zusammen arbeiten und somit dem Zirkus zu neuem Glanz verhelfen, denn er steht eigentlich kurz vor der Pleite. Und tatsächlich wird Rosie zum Anziehungspunkt in jeder Stadt und die Kasse klingelt unaufhörlich …

Jacob jedoch kann sich Marlenas Charme nicht entziehen und eines Abends kommt August hinter das kleine Geheimnis zwischen den Beiden. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf …

Mein Fazit:

Ein Film der besonderen Art, ohne Zweifel, das Buch dazu würde mich schon sehr reizen, aber ob meine Fantasie die magischen Bilder beim Lesen hervorrufen kann, bezweifel ich ganz stark!

Von Anfang an wurde die Atmosphäre der damaligen Zeit toll eingefangen, die Kostüme, Autos, die Musik, es passte einfach alles zusammen. Und inmitten dieser Atmosphäre sind die drei (bzw. vier) Hauptakteure des Films. Jacob, wie ich finde, überzeugend von Robert Pattinson gespielt, hat keine Heimat mehr, keine Familie, zu der er zurück gehen kann. Er muss seinem Leben einen neuen Sinn und findet ihn in Rosie und Marlena. Er bringt beiden weiblichen Wesen Mitgefühl und Respekt entgegen und zeigt dabei eine empfindsame Seite. Doch um beide kämpft er wie ein Löwe, scheut auch eine handfeste Prügelei nicht. Die schöne Marlena ist zwar mit August verheiratet, aber eine wirkliche Liebe ist es wohl eher nicht. Im Grunde hat August sie zu einer ehrwürdigen Frau gemacht, sie ist eine Waise und hatte wohl keine echte Chance außerhalb des Zirkus‘. Zirkusdirektor August, grandios gespielt von Christoph Waltz, der sowohl sehr charmant und liebenswürdig sein kann. Aber ebenso hat er eine brutale und rücksichtslose Art an sich, die er kaum zurückhalten kann. Schon von der ersten Minute an ist Jacob sich bewußt, das dieser Mann nur mit Vorsicht zu genießen ist und das man ihm keineswegs vertrauen kann.

Inmitten dieser drei Personen ist die Elefantendame Rosie, die die (Liebes-)Geschichte eigentlich ins Rollen bringt und allen eine Entscheidung aufzwingt. In ihrer Nähe fühlen sich Marlena und Jacob wohl, in ihrer Nähe können sie so sein, wie sie wollen.

Mit tollen, auch intensiven Bildern, einer eindringlichen Musik und den grandiosen Darstellern ist der Film zu einem wahren Kino-Schmaus, den man sich einfach ansehen muss. Er hat einfach was magisches, was Liebenswertes an sich und es berührt einen in der Seele. Es passt einfach alles zusammen, das ganze Drumherum.

Ich kann diesen Film nur empfehlen und vergebe 95%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 12.05.2012.

Veröffentlicht am 12.11.14!

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