Das grenzt an Liebe

usaDas grenzt an Liebe (2014)
Originaltitel: And So It Goes

B00OVRTYBERegie: Rob Reiner
Drehbuch: Mark Andrus
Produktion: Mark Damon, Alan Greisman, Rob Reiner
Musik: Marc Shaiman
Kamera: Reed Morano
Darsteller: Michael Douglas, Diane Keaton, Sterling Jerins, Annie Parisse, Austin Lysy, Michael Terra, u.v.a.
Dauer: 94 Minuten

Inhaltsangabe:

Oren Little (Michael Douglas), ein Scheusal und Kauz vor dem Herrn, ist Immobilienmakler und kurz vor der Rente. Ein letztes Projekt – sein eigenes Haus – möchte er gerne verkaufen, ehe er nach Vermont in eines kleines Häuschen zieht. Solange lebt er in einem vier-Appartment-Haus direkt am Strand, völlig eingeengt von Kisten und Kartons.

Einzig seine Nachbarin Leah (Diane Keaton) scheint ihn etwas milder zu stimmen. Leah ist seit vier Jahren Witwe und kann ihre Trauer selbst bei den Auftritten als Sängerin nicht ganz abschütteln. Oren’s Annäherungsversuche sind jedoch geprägt von verkappten Komplimenten und teilweise boshaften Weisheiten.

Eines Tages taucht Oren’s Sohn Luke (Scott Shepherd) auf. Luke war lange Zeit auf Drogen und muss nun wegen einer anderen Angelegenheit für einige Monate ins Gefängnis. In der Zeit soll Oren auf seine Enkeltochter Sarah (Sterlin Jerins) aufpassen, was diesem betagten Herrn gar nicht passt. Kein Platz, keine Zeit und eigentlich auch keine Lust. Somit schiebt er die Kleine zu Leah, die offensichtlich mehr Gefallen an dem Mädchen findet und mehr Empathie besitzt.

Da ist Streß ist vorprogrammiert.

Mein Fazit:

Dies ist mein erster Kino-Besuch seit fast zwei Jahren gewesen. Und trotz aller Hindernisse (Demo in Hannover) fand ich einen Weg, um mir diesen Film anzusehen. Der Trailer und der Plot versprachen jedenfalls einen lustigen Nachmittag mit den Alt-Stars Douglas und Keaton.

Leider wurden meine Erwartungen enttäuscht. Ich hatte mir mehr Biss vorgestellt, mehr fetzende Dialoge und mehr Tumult. Aber bis auf die Gags im Trailer kamen leider nicht viele hinzu. Es fehlte dem Film der Glanz, von einem sich streitenden Paar, das sich offensichtlich mag, aber nicht eingestehen will. Natürlich ist dem Zuschauer sofort klar, wohin das führt, aber der Weg dahin empfand ich als etwas holprig und gelegentlich auch unglaubwürdig.

Michael Douglas und Diane Keaton als neues (Alt-)Traumpaar zu bezeichnen, wäre in meinen Augen auch ein bißchen zuviel. Sie harmonierten nicht allzu sehr. Es mag an Michael gelegen haben. Erheblich abgemagert und gealtert kam er mir nicht wirklich passend für die Rolle vor. Er wirkte wie ein 80jähriger alter Mann, die Geschmeidigkeit vergangener Zeiten fehlte, ebenso die Überzeugungskraft. Diane Keaton ging mir mit der Heulerei beim Singen irgendwann ziemlich auf den Keks. Es war schon hart an der Grenze, muss ich ehrlich gestehen.

Die Geschichte selbst ist ganz nett, für einen verregneten Samstag nachmittag, wenn nichts anderes da ist, kann man sich den Film mal ansehen. Aber einmal ist dann auch wirklich genug. Von mir bekommt der Film 65%.

Veröffentlicht am 19.11.14!

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