Patricia Cornwell: Ein Fall für Kay Scarpetta

3442441382Patricia Cornwell: Ein Fall für Kay Scarpetta

Originaltitel: Post Mortem (1990)
übersetzt von Daniela Huzly
Verlag: Goldmann Verlag
Seitenanzahl: 384 Seiten
ISBN-10: 3442441382
ISBN-13: 978-3442441389
Dies ist der 1. Teil der Kay Scarpetta-Reihe

Inhaltsangabe:

Kay Scarpetta, Anfang 40, geschieden, arbeitet in Richmond als Chief Medical Examiner für den Bundesstaat Virginia. Gerade hat sie ihre 10jährige Nichte Lucy zu Besuch, als ein weiterer Sexualmord passiert. Es ist der vierte in einer Reihe und die Stadt gerät zunehmend in Angst und Schrecken.

Der Serienkiller ermordet nur alleinstehende Frauen, vorzugsweise in der Nacht von einem Freitag auf den Samstag. Der Täter quält seine Opfer und vergewaltigt sie. Für Kay, schon lange im Beruf, ist es nicht einfach, das zu verdauen. Und es gibt nicht viele Spuren, die auf den Täter hindeuten.

Obendrein muss sie sich mit Machtspielchen und Maulwürfen rumplagen, die versuchen, ihr Institut und somit auch ihr persönlich schaden wollen.

Keine einfache Aufgabe …

Mein Fazit:

Ich habe vor Jahren schon ein Buch aus der Reihe gelesen und er hat mir so gut gefallen, dass ich mir im Laufe der Zeit viele Bände zugelegt habe. Nun habe ich den ersten Teil gelesen und bin etwas hin und her gerissen.

Die erste Hälfte von diesem Roman war für mich schwierig zu lesen. Die vielen Personen, die vielen Erklärungen und dann eine mehr oder weniger lahmende Geschichte brachten mich an den Rand der Aufgabe. Ich muss aber auch zugestehen, dass ich oft abends müde war und somit der Geschichte nicht immer 100%ig folgen konnte.

Kay Scarpetta kommt mir dabei aber noch am sympathischsten rüber. Obwohl sie Ärztin ist, pflegt sie einen (für mich) normalen Lebenswandel. Sie raucht, trinkt gerne Wein und kann sich voll und ganz in die Arbeit stürzen. Gesund ist es nicht, sagt sie selbst, aber für mich durchaus realistisch und nachvollziehbar.

Zu Pete Marino, dem ermittelnden Detective, hat sie zwiegespaltenes Verhältnis. Obwohl die Antipathie auf Gegenseitigkeit beruht, macht er seinen Job gut und lässt sich von persönlichen Vorlieben und Abneigungen nicht aus der Ruhe bringen. Das macht ihn zumindest vom Charakter her sympathisch.

Lucy, von Kays Schwester mehr oder weniger vernachlässigt, liebt Kay über alles und träumt sogar von einer gemeinsamen Zeit als Familie. Aber sie ist auch schlau und unterstützt die Tante, wo sie nur kann.

Alle anderen Figuren sind eher Randerscheinungen, die wahrscheinlich erst im Laufe der Serie weiter in den Vordergrund rücken. Nach der ersten Hälfte wurden einige Fäden zusammen gezurrt und bekamen einen Sinn, das eine oder andere ist ins Leere gegangen. Womöglich kommt noch die Auflösung in den Folgebänden.

Der Anfang war schwierig, aber ich bin dennoch gewillt, den nächsten Roman zu lesen. Trotzdem bekommt dieses Buch nur drei Sterne und ich hoffe, dass es nur noch besser wird.

Veröffentlicht am 23.11.14!

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