Murder in the First

Murder in the First (1995)

 

B0001GQS2CRegie: Marc Rocco
Drehbuch: Dan Gordon
Produktion: Marc Frydman, David L. Wolper, Deborah Lee
Musik: Christopher Young
Kamera: Fred Murphy
Darsteller: Kevin Bacon, Embeth Davidtz, William H. Macy, Gary Oldman, Christian Slater, Stephen Tobolowsky, u.v.a.
Dauer: 122 Minuten

Inhaltsangabe:

USA, 1938: Henri Young (Kevin Bacon) wird nach einem Bagatell-Delikt nach Alcatraz gebracht. Er wollte für sich und seiner kleinen Schwester was zu Essen klauen, denn er fand einfach keine Arbeit.

Umso unverständlicher ist es, dass Henri Young nach einem mißglückten Fluchtversuch durch jahrelange Einzelhaft im fensterlosen Kerker, bei Wasser und Brot und Mißhandlungen bestraft wird. Als er schließlich körperlich und seelisch verkrüppelt nach einigen Jahren aus der Isolationshaft kommt, tötet er den Menschen, der ihn durch seinen Verrat in den Kerker brachte.

Für die Medien und den Staatsanwalt D.A. William McNeil (William H. Macy) ist die Sache klar: Schuldig und verdient die Todesstrafe! Der junge James Stamphill (Christian Slater), frisch von der Universität, übernimmt den Fall als Pflichtverteidiger.

Nur mit Mühe können James und Henri zusammen arbeiten, aber als es schließlich gelingt, erfährt der Jurist ungeheuerliches und kämpft für mehr Gerechtigkeit …

Mein Fazit:

Ein absolut bewegendes Drama – mit einem starken Kevin Bacon!

Dem Zuschauer wird ein Bild des damaligen Amerika gezeigt, die Leute sind arm, haben oft keine Arbeit und versuchen sich daher mit kleinen Delikten über Wasser zu halten. Das Gefängnis Alcatraz ist gerade erst eröffnet, aber eigentlich ist es für Schwerst-Kriminelle gedacht. Um die hohen Kosten so gut wie möglich zu decken, werden auch Klein-Kriminelle dort untergebracht, wie auch Henri Young.

Geleitet wird es von Milton Glenn (Gary Oldman), der im Verborgenen seine sadistische Ader zeigt. Er peinigt und mißhandelt Henri Young auf verschiedene Weise. Stets führt er an, es sei aus „erzieherischen Gründen“, aber offensichtlich macht es ihm auch persönlich auch Spaß!

Henri Young kann kaum sprechen, kaum gerade gehen und seine Seele trägt offen solche Narben, das er in der Freiheit kaum eine Chance hätte. Als er nach drei Jahren aus der Isolationshaft herausgeholt wird, ist er dermaßen geschwächt, das er nur mit Mühe stehen kann. Ein menschenwürdiges Leben ist nicht mehr möglich.

Und dennoch macht sich der junge Anwalt die Mühe, alles über Henri Young herauszufinden. Er geht auf ihn ein und hinterfragt alles. Die Medien benutzt er geschicht, um auf die Mißstände auf Alcatraz aufmerksam zu machen und so Sympathien für seinen Klienten zu gewinnen. Entgegen aller Widerstände kämpft er um eine gerechte Bestrafung für Henri Young.

Der Film bietet eine authentische Atmosphäre, ist spannend und glänzt durch die grandiose schauspielerische Leistung von Kevin Bacon. Man fühlt mit ihm mit, man leidet mit ihm und hofft, das es doch eine positive Wendung nehmen kann. Das dieser Film auf eine wahre Begebenheit beruht, macht das Ganze nur noch betroffener.

Von mir bekommt der Film 100%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 08.09.2012!

Veröffentlicht am 28.11.14!

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