Beth Hoffman: Die Frauen von Savannah

B007IYIRM4Beth Hoffman: Die Frauen von Savannah

Originaltitel: Saving CeeCee Honeycutt (2010)
übersetzt von Isabel Bogdan
Verlag: KiWi-Taschenbuch
Seitenanzahl: 368 Seiten
ISBN-10: 3462044443
ISBN-13: 978-3462044447

Inhaltsangabe:

Cecelia Rose Honeycutt, von allen CeeCee genannt, ist 12 Jahre alt, als ihre Mutter bei einem Unfall plötzlich verstirbt. Ihre Mutter litt seit Jahren an einer schweren Psyhose, lebte in einer völlig anderen Welt und machte ihrer Tochter das Leben mit ihren Stimmungsschwankungen zur Hölle. Der Vater glänzte durch Abwesendheit; er konnte die Erkrankung seiner Frau nicht ertragen und ließ somit auch seine kleine Tochter mit dem Problem allein.

Nach dem Tod der Mutter wird schnell klar, das CeeCee nicht bei ihrem Vater bleiben kann, da er ständig auf Geschäftsreisen ist. Ziemlich schnell tritt Tante Tallulah auf den Plan. Eigentlich ist sie die Großtante und alle nennen sie Tootie. CeeCee, vom Leben und vom Vater enttäuscht, fügt sich in ihr Schicksal und lässt sich von Tante Tootie nach Savannah entführen.

Anfangs ist CeeCee noch sehr zurückhaltend und misstrauisch. Da sind Doletta, die dunkelfarbige Haushaltshilfe, und die hiesigen Nachbarinnen, die alle neugierig auf das verstörte Mädchen sind. Mit der Zeit merkt CeeCee jedoch, das ihr Leben in Savannah sich ganz anders gestaltet als zuerst gedacht. Und ehe sie es sich versieht, ist sie ein Teil einer großen Gemeinschaft geworden und zutiefst beeindruckt von der Gastlichkeit, der Freundschaft und dem Leben in der Stadt.

Mein Fazit:

Ich habe kürzlich erst „Ein Laden, der Glück verkauft“ gelesen und war total neugierig auf den Debüt-Roman der Autorin, da mir die Erzählart sehr gefallen hat. Und somit habe ich das Buch auch gleich regelrecht verschlungen.

Auch dieses Buch wird in der Ich-Weise geschrieben, aus der Sicht von CeeCee, das 12jährige Mädchen, das für die Mutter verantwortlich war und sich ansonsten, wenn sie ihre Ausschweifungen hatte, schämte. Freunde hatte sie nicht, nur die liebe nette Nachbarin, die dem Mädchen ein paar gemeinsame Stunden am Sonntag schenkte. Auch hier wird in einigen Rückblenden die eine oder andere „Episode“ der Mutter erzählt und das Mädchen kann einem in der Tat nur Leid tun. Die Mutter lebte stets in der Vergangenheit und wünschte sich nach Georgia zurück, wo sie offensichtlich Schönheitswettbewerbe gewonnen hatte. Die Sehnsucht nach der Heimat hatte CeeCee nie verstanden, erst, als sie ihren ersten Sommer in Savannah verbrachte, konnte sie ihre Mutter das nachempfinden.

Alle wichtigen Figuren – ausnahmslos Frauen – sind sympathisch. Die Autorin hat jeder Figur unterschiedliche Wesenszüge gegeben und so gibt es eine große Brandbreite an verschiedener Charaktere. Auch die kleinen Geschichten, die zwischendurch passiert sind, zeugen von großem Ideenreichtum. Es gibt nichts Vorherseebares an diesem Buch, bis zum Schluss ist man gespannt, wie es ausgeht.

Gelegentlich habe ich mich aber schon gefragt, wo die Geschichte nun hinführt und da zeigte es sich – weiterlesen. Denn alles hat irgendwo einen Sinn, es gibt keine offenen Fragen und alle gesponnenen Fäden kommen am Ende zusammen.

Ich kann dieses Buch uneingeschränk empfehlen und freue mich auf weitere Werke dieser Autorin.

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

Veröffentlicht am 02.12.14!

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