Melancholia

denmarkMelancholia (2011)

Regie: Lars von Trier
Drehbuch: Lars von Trier
Kamera: Manuel Alberto Claro
Darsteller: Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland, Charlotte Rampling, John Hurt, Alexander Skarsgård, u.v.a.
Dauer: 130 Minuten

B006IMM9TEInhaltsangabe:

von amazon.de: Justine feiert ihre Hochzeit im Landhaus ihrer älteren Schwester Claire. Kein schönes Fest: Erst bleibt die Stretch-Limo mit den Eheleuten stecken, die Mutter entpuppt sich als Furie, der Vater als Lustmolch, der Schwiegervater als korrupter Machtmensch, der stinkreiche Schwager als aufbrausendes Arschloch. Justine gibt sich auf dem Golfplatz einem Fremden hin. Claire versucht, Justine aus ihrer Depression zu befreien. Während der Planet Melancholia auf die Erde zurast und die Panik wächst, finden die Schwestern zueinander.

Mein Fazit:

Die Rezension fällt für mich kurz und schmerzlos aus: Schade um die vergeudete Zeit! Was andere an diesem Film finden, ist mir schleierhaft. Schon die Eingangssequenz sorgte bei mir für einen starken Impuls zum Wegschalten. Aber weil er in der TV-Zeitschrift so hoch gelobt wurde (eigentlich nahezu angepriesen), wollte ich dem Ganzen doch noch eine Chance geben.

Der erste Teil handelt von der depressiven Justine (Kirsten Dunst), die eigentlich glücklich sein sollte, da es ihr Hochzeitstag ist. Aber die griesgrämige Mutter und der clownhafte Vater vermiesen ihr die Stimmung. Die Schwester hat alles bis ins Kleinste durchorganisiert und John, der Schwager, alles finanziert. Während die Gesellschaft feiert, überdenkt Justine plötzlich ihre Entscheidung und verfällt bis auf wenige Momente in eine tiefe Depression.

Der zweite Teil handelt von der Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg), die in völlige Panik verfällt, weil der Planet Melancholia auf die Erde zurast. Ihr Mann John (toll gespielt von Kiefer Sutherland) nimmt die Sorgen seiner Frau nicht so ganz ernst. Aber als klar wird, das er sich geirrt hat und der Planet tatsächlich Kurs auf die Erde nimmt, gibt es für Claire kein Halten mehr.

Tja, nachdem ich mich durch den ersten Teil gekämpft hatte, habe ich den zweiten Teil größtenteils nicht mehr verfolgt. Das Ende hat mir dann mein Mann erzählt, der den Film zumindest nachdenkungwürdig fand. Ich leider nicht. Die Diskussion fiel entsprechend kurz aus. Was sich der Regisseur, der auch noch das Drehbuch geschrieben hat, dabei gedacht hat, mag wohl sein Geheimnis bleiben. Kann er gerne behalten. Für mich ist der Film eine wahre Zumutung.

Von mir bekommt der Film 50%, das Mindestmaß bei mir. Das ist sozusagen der Bonus für die Arbeit und das Herzblut, was jeder Regisseur und Produzent in ein Werk investieren. Aber es gibt auch keinen Quentchen mehr.

Veröffentlicht am 05.12.14!

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