Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil I

usaDie Tribute von Panem – Mockingjay Teil I (2014)
Originaltitel: The Hunger Games: Mockingjay – Part 1

Regie: Francis Lawrence
Drehbuch: Danny Strong
Produktion: Nina Jacobson, Jon Kilik, Suzanne Collins
Musik: James Newton Howard
Kamera: Jo Willems
Darsteller: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Woody Harrelson, Elizabeth Banks, Julianne Moore, u.v.a.
Dauer: 123 Minuten
Romanvorlage: „Flammender Zorn“ von Suzanne Collins
Dies ist der 3. Teil der “Die Tribute von Panem-Reihe”.

B00Q360SFWInhaltsangabe:

Kaitness (Jennifer Lawrence) lebt nun in Distrikt 13 und erholt sich von den letzten Hunger-Spielen, die abrupt endeten. Alpträume plagen sie erneut. Doch dieses Mal ist Peeta (Josh Hutcherson) nicht da, um ihr beizustehen. Er konnte nicht aus der Arena gerettet werden, wie auch einige andere. Dafür begleitet Gale (Liam Hemsworth) sie auf Schritt und Tritt, der nur knapp 10% der Bevölkerung aus Distrikt 12 vor dem sicheren Tod bewahren konnte.

Alma Coin (Julianne Moore) ist Präsidentin von Distrikt 13 und möchte Kaitness als Symbolfigur der Rebellion gegen das Kapitol einsetzen. Doch Kaitness ist voller Zweifel. Erst, als sie ihr Heimat-Distrikt zerstört sieht, keimt in ihr die Wut auf und sie lässt sich darauf ein, unter Bedingungen. Die Tribute, die gerettet werden können, sollen Straffreiheit erlangen, allen voran Peeta. Peeta wird immer wieder vom Kapitol als Sprachrohr eingesetzt, um so die Rebellion aufzuhalten. Doch es gelingt ihnen nicht. Das stößt im Distrikt 13 auf große Empörung. Kaitness kennt ihn jedoch besser und ahnt, das Peeta vom Kapitol manipuliert wird.

Der endgültige Wille zum Kampf kommt auf, als Kaitness ein Lazarett besucht. Während ihrer Anwesendheit wird es vom Kapitol angegriffen und alle dort befindlichen Menschen getötet. Mit einer flammenden Rede für die Propaganda-Schlacht kann sie die Rebellion weiter aufstacheln …

Mein Fazit:

Das Buch dazu habe ich unlängst diesen Sommer gelesen und es regelrecht verschlungen. Im Vorfeld war es mir unmöglich, die doch leisen Kritiken nicht zu ignorieren, dennoch wollte ich diesen Film unbedingt im Kino sehen und habe mir einen Abend „familienfrei“ gegönnt. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Der Regisseur hat es sehr wohl geschafft, die Atmosphäre des Buches aufzufangen. Es ist düster, angespannt und eben nicht lustig. Kein Wunder, ein unterdrücktes Volk strebt nach Freiheit und muss sich diese mit Blut und Schweiß erkämpfen. Die Szenen, die dort erschaffen wurden, entsprechen auch ungefähr meiner Vorstellung nach vom Buch. Distrikt 13 ist unter der Erde, alles ist auf Krieg ausgerichtet, alles auf Kampf, Evakuierung und Notfallpläne. Individualität muss der Sicherheit weichen, obwohl Präsident Coin (ganz toll gespielt von Julianne Moore) ganze Arbeit geleistet hat und den Menschen größtmögliche Sicherheit bieten kann. Selbst einen Bombenangriff kann der Distrikt ohne größere Schäden überstehen. Denn das Kapitol weiß nicht, das Coin dort in den letzten Jahren viel geschaffen hat für eventuelle Ernstfälle.

Jennifer Lawrence schafft es, der Kaitness das zu geben, was sie auch im Buch ist. Erst erscheint sie als Unbeteiligte, gar als Zuschauerin. Ihr Gesicht ist häufig ausdruckslos, im privaten Bereich ist ihre innere Zerissenheit deutlicher zu spüren. Die Emotionen kommen überzeugend und glaubhaft rüber, als sie Peeta und das zerstörte Lazarett sieht. Ihre flammende Rede vor den Kameras hat mir eine Gänsehaut beschehrt. Ein wahnsinniger emotionaler Moment, der Funke war auf mich voll übergesprungen. Aber auch die anderen Akteure wie Woody Harrelson oder Philip Seymour Hoffman haben ihre Rollen toll gespielt und ich war ganz gefangen in der Rebellion. Und ganz ehrlich, auch wenn die Figur so niederträchtig ist, es hätte in meinen Augen niemand geringeres als Donald Sutherland den Präsident Snow spielen können. Einfach genial und überzeugend gespielt!

Die filmische Umsetzung des Buches ist soweit gelungen. Einiges wurde weggelassen, anderes wurde weiter ausgeschmückt wie z. B. die Rettung der Tribute. Da im Buch aus Kaitness‘ Sicht erzählt wird, kann sie nicht genau wissen, wie es vonstatten ging. So finde ich die Lösung der Live-Übertragung der Operation durchaus annehmbar. Als Zuschauer sollte man einfach wissen, das man nicht alles eins zu eins übertragen kann.

Der Film erhält von mir begeisterte 95% und ich freue mich schon nächstes Jahr auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 08.12.14!

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