Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa

usaGilbert Grape – Irgendwo in Iowa (1993)
Originaltitel: What’s Eating Gilbert Grape
Regie: Lasse Hallström
Drehbuch: Peter Hedges
Produktion: Alan C. Blomquist, Lasse Hallström, David Matalon
Musik: Björn Isfält, Alan Parker
Kamera: Sven Nykvist
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Johnny Depp, Mary Steenburgen, Juliette Lewis, Darlene Cates, Crispin Glover, u.v.a.
Dauer: 118 Minuten
Romanvorlage: „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“ von Peter Hedges

B00006D2BDInhaltsangabe:

Irgendwo und doch widerum nirgends in Iowa lebt Gilbert Grape (Johnny Depp) mit seiner Familie, in einer kleinen Stadt, in der jeder jeden kennt. Auf den ersten Blick scheint er ein ganz normaler junger Mann zu sein, der noch Träume hat und ganz gern in die weite Welt hinaus möchte. Doch dann es bleibt wohl nur bei seinen Träumen, denn er hat eine große Bürde. Seine Mutter Bonnie Grape (Darlene Cates) ist fettleibig und hat seit dem Freitod ihres Mann das Haus nicht mehr verlassen. Sein jüngster Bruder Arnie (Leonardo Di Caprio) ist geistig behindert und braucht stets liebevolle, aber auch achtsame und eifrige Zuwendung und Aufmerksamkeit. Gelegentlich trifft er sich im Rahmen seiner Arbeit mit der frustrierten Hausfrau Betty Carvy (Mary Steenburgen), doch es ist auch nur eine Affäre, nichts, womit Gilbert wirklich glücklich werden könnte. Und seine zwei Schwestern überstützen ihn mal oder sie erschweren ihm das Leben.

Ein paar Tage vor Arnie’s 18.ten Geburtstag taucht die Wohnwagen-Kolonne auf und mit ihr Becky (Juliette Lewis). Sie reist mit ihrer Großmutter im Wohnwagen umher und scheint ein Leben in Freiheit und Unbeschwertheit zu genießen. Nur einer Autopanne ist es zu verdanken, das Gilbert sie kennen lernt und sich scheinbar in sie verliebt. Aber Gilbert ist gefangen in seiner Welt, die sich plötzlich aber auch anders dreht. Bonnie Grape verläßt zum ersten Mal seit Jahren das Haus, um Arnie aus dem Gefängnis zu holen und Gilbert beginnt zum ersten Mal seit Jahren an sich zu denken. Wie bedeutungsvoll doch Arnie’s 18.ter Geburtstag noch wird, ahnt wohl selbst Gilbert nicht.

Mein Fazit:

Durch diesen Film wurde ich zum Johnny Depp-Film. Allerdings gefällt er mir persönlich nicht so gut mit den langen Haaren. Eher seine Augen und seine Haltung beeindrucken – und natürlich auch das schauspielerische Können. Offen gestanden bin ich aber auch von der schauspielerischen Leistung von Leonardo Di Caprio unglaublich begeistert. Er spielt den geistig-behinderten Jungen mit einer Überzeugungskraft, die mich echt beeindruckt. Ich kann mir schon vorstellen, das es sehr schwer ist, sich so zu verstellen.
Insgesamt find ich den Film unglaublich berührend und er ging mir sehr nah. Ich habe mir das Buch dazu auch schon besorgt und es wird in den nächsten Wochen und Monaten gelesen. Das ist kein typischer Mainstream-Film, sondern ein echter Geheimtipp. Auf die Zwischentöne kommt es an, wo man klar erkennt, das Gilbert Grape sich eigentlich mehr vom Leben erhofft, aber sein Verantwortungsbewußtsein ihn doch daran hindert, er es aber auch irgendwo nicht wirklich bedauert, bis er auf das außergewöhnliche und stille Mädchen trifft.

Anmerkung: Die Rezension stammt 24.02.2008.

Veröffentlicht am 19.12.14!

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