Kerstin Gier: Für jede Lösung ein Problem

3404156145Kerstin Gier: Für jede Lösung ein Problem

erschienen 2007
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 304 Seiten
ISBN-10: 3404156145
ISBN-13: 978-3404156146

Inhaltsangabe:

Gerri Thaler reicht es. Sie hat Pech in der Liebe und eine Familie, die sie immer wieder in irgendeiner Weise bevormunden möchte. Ihr Beruf – Schriftstellerin – wird sogar tot geschwiegen. Obwohl sie gern Autorin für die Liebesroman-Heftchen ist, kann sie gerade so davon leben ohne eine echte Perspektive. Nach einer kurzen Internet-Recherche diagnostiziert sie sich selbst als depressiv und beschließt, ihrem Leben ein Ende zu setzen.

Bis ins kleinste Detail wird alles vorbereitet, der Ort, die Zeit und das Outfit. Doch bevor sie dahinscheidet, schreibt sie Briefe und rechnet mit verschiedenen Personen ab. Kurz bevor sie ins Hotel fährt, um ihren Plan zu vollenden, wirft sie diese in den Postkasten. Und eigentlich hat sie schon mit ihrer „Zeremonie“ begonnen, als ihr ihre Freunde Mia und Ole zufällig im Hotel begegnen. Mia mit ihrem Lover und Ole als gehörnter Ehemann!

Trotz aller Versuche wird Gerri den schockerstarrten und betrunkenen Ole nicht los und kann somit ihren Plan nicht vollenden. Das ist für Gerri eigentlich nicht das größte Problem. Sie kann die abgeschickten Briefe nicht mehr aufhalten …

Mein Fazit:

Lange habe ich um dieses Buch gekreist bzw. stand in meinem Regal. Ich glaube, es war vor langer Zeit mal ein Wichtel-Geschenk. Und ich Kerstin Gier ist mir durchaus nicht unbekannt – habe ich doch schon ihre „Liebe geht durch alle Zeiten“-Trilogie gelesen – nein verschlungen.

Nun, dieser Roman ist eigentlich eine ganz herzerfrischende Geschichte. Eigentlich deshalb, weil es mir da manchmal zu komisch war, zu lustig. Die Namen der Kinder, das persönliche Umfeld und die vielen Zufälle … ja, natürlich ist es sehr humorvoll geschrieben, aber ich fand es an einigen Stellen einfach zu dick aufgetragen. Dabei war mir Gerri die ganze Zeit recht sympathisch. Ich konnte mich sehr gut in sie hinein versetzen, ihre Gefühlswelt nachempfinden (allerdings nicht die Suizid-Gedanken). Die Briefe, die sie abgeschickt hat, waren mir ehrlich gestanden dann auch etwas zu harmlos. Ich hatte mit mir mehr Pepp gerechnet.

Richtig in Schwung kam die Geschichte dann durch den mißglückten Suizid. Die Geschehnisse danach waren für mich dann tatsächlich komisch und es interessierte mich ungemein, wie es weiter ging (auch wenn man vieles schon erahnen konnte). Eine ganz tolle Figur war für mich dann Charly, die schwangere Freundin, die zwar auch einen Brief bekommen hat, aber zu Gerri ohne wenn und aber stand. Auch ihre Sorge um die Freundin war für mich sehr berührend und wie sie Gerri danach ein wenig in die richtige Bahn schubste.

Alles in allem ist eine kurzweilige und an vielen Stellen heitere Geschichte, die durchaus vier Sterne verdient hat.

Veröffentlicht am 01.03.15!

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