Thomas Thiemeyer: Der Atem des Teufels

378557049XThomas Thiemeyer: Der Atem des Teufels

erschienen 2012
Verlag: Loewe Verlag
Seitenanzahl: 464 Seiten
ISBN-10: 378557049X
ISBN-13: 978-3785570494
Dies ist der 4. Teil der Chroniken der Weltensucher-Reihe.

Inhaltsangabe:

12 Jahre nach dem Ausbruch des Krakatau auf Java verschwinden immer wieder Einheimische. Augenzeugen berichten von komischen Wesen, genannt die Steinernen. Professor Lilienkron macht die Bekanntschaft mit den Steinernen und hat so seine eigene Theorie. Aber um den Dingen auf den Grund zu gehen und somit die Unruhe in der Bevölkerung zu beenden, wird von Humbold und seine Mannschaft beauftragt.

Von Humbold und Lilienkron sind sich jedoch schon lange nicht mehr grün. Dennoch müssen sie gemeinsam zu einer Expedition nach Java aufbrechen. Und kaum ist die illustre Gruppe nebst blindem Passagier angekommen, werden sie mit dem „Atem des Teufels“ konfrontiert. Ein atemberaubendes Abenteuer beginnt …

Mein Fazit:

Dieses Abenteuer um von Humbold, Oskar, Charlotte, Eliza und Wilma erinnert sehr stark an Jules Verne. Er wird in diesem Roman tatsächlich auch erwähnt. Auch andere Wissenschaftler und Theorien finden in diesem Abenteuer Erwähnung, gelesen habe ich jedoch davon keines. Somit kann ich leider auch keinen direkten Vergleich anstellen.

Vieles ist bekannt aus den Vorgänger-Bänden, sie gelesen zu haben ist aber nicht unbedingt Voraussetzung, um diesen Band zu lesen. Von Vorteil ist es jedoch schon, so kommt z. B. eine Weiterentwicklung des Linguaphon vor. Auch das Luftschiff wird wieder eingesetzt. Und zwischen Oskar und Charlotte, der Nichte des Wissenschaftlers, wird die zart begonnene Liebe weiter geflochten und auf eine erste kleine Bewährungsprobe gestellt.

Obwohl der Autor den einen oder anderen wahren Kern in die Geschichte einflechtet (wie z. B. der Ausbruch des Krakatau), ist es nach wie vor eine reine Fantasy-Reihe und als solche sollte man sie auch betrachten. Sonst kann man den abenteuerlichen Geschichten nämlich nicht viel abgewinnen. Manches liest sich schon in der Tat sehr abenteuerlich, aber es war auch sehr spannend. Es ist eine gelungene Fortsetzung, die den geneigten Leser wieder mal in eine fremde Welt und Kultur enführt. Java, Südsee, Strände, unerträgliche Hitze, Kolonial-Herrschaft … das sind alles Begriffe zu diesem Roman. Und einen kleinen Seitenhieb konnte sich der Autor nicht verkneifen: Die Bemerkung über die Folgen der Kolonial-Herrschaft, die ja heute aktueller denn je überall in der Welt zu sehen sind.

Der Roman hat vier Sterne verdient und ich freue mich auf den fünften Band.

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

Veröffentlicht am 26.03.15!

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