Kristin Harmel: Über uns der Himmel

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Originaltitel: The Life Intended (2014)
übersetzt von Veronika Dünninger
Verlag: Blanvalet Taschenbuch
Seitenanzahl: 448 Seiten
ISBN-10: 3442383331
ISBN-13: 978-3442383337

Inhaltsangabe:

Als Patrick Whaitman am 11. September 2001 zur Arbeit fährt, weiß Kate nicht, das es das letzte ist, was sie von ihm sieht. Gerade erst vier Monate waren sie verheiratet, ehe dieser unfassbare Terror-Anschlag ihr Leben für immer verändert.

13 Jahre später: Kate sollte eigentlich glücklich sein. Nach der langen Zeit der Trauer hat sie endlich wieder einen Mann gefunden: Dan. Und er macht ihr auch noch vor allen Freunden einen filmreifen Heiratsantrag. Und obwohl sie ihn liebt, fühlt sie sich nicht wie eine Braut. Denn gerade hat sie auch noch erfahren, das sie unfruchtbar ist. Und kaum beginnen die Zweifel an der gemeinsamen Zukunft an ihr zu nagen, erfährt sie merkwürdige Träume.

Patrick erscheint ihr in den Träumen – jedoch entsprechend gealtert. Und sie haben eine Tochter – Hanna. Hanna scheint taub zu sein, aber ansonsten ein fröhliches Kind. Kate stürzt durch die Träume, die ihr so unglaublich real erscheinen, in eine schwere Krise. Aber sie hat Hanna sofort in ihr Herz geschlossen und um mit ihr in den Träumen zu kommunizieren, besucht sie einen Kurs für Gebärdensprache.

Dort lernt sie den Kurs-Leiter Andrew kennen. Er arbeitet für eine Organisation, die sich um „besondere Kinder“ kümmert. Kate spürt sehr schnell, das sie einen Weg eingeschlagen hat, wo es keinen zurück mehr gibt …

Mein Fazit:

Ich hatte sehr hohe Erwartungen an dieses Buch, habe ich den Debüt-Roman doch vor einem dreiviertel Jahr regelrecht verschlungen. Leider wurden diese Erwartungen enttäuscht.

Ich kam von Anfang an schlecht in die Geschichte rein. Da ist Kate, die an dem schicksalhaften Tag ihre große Liebe verloren hat. Den Verlust hat sie nicht wirklich verwunden, dennoch ging sie ihren Weg und beendete ihr Studium zur Musik-Therapeutin und baute sich eine Praxis auf. Und irgendwann hatte sie Dan getroffen. Für mich war er von Anfang sehr unsympathisch. Ich hatte oft das Gefühl, als würde er sie als eine Art Trophäe betrachten. Probleme wurden – wenn überhaupt – nur am Rande besprochen und seine ganze Art war irgendwie nicht liebevoll oder fürsorglich. Also nicht unbedingt ein Mann, den man sich wünscht.

Mich störte es nicht im geringsten, das Kate getrauert hat. Aber diese irre lange Zeitspanne ist für mich sehr unglaubwürdig, zumal sie noch sehr jung war, als sie Witwe wurde. Nach 13 Jahren war er noch genauso present wie einen Tag nach seinem Tod. Da kamen die leisen Bemerkungen ihrer Freundinnen und auch von der Mutter durchaus berechtigt, das Kate irgendwann mal nach vorne sehen muss.

Die Geschichte hat mich überhaupt nicht in den Bann gezogen. Es passierte nicht wirklich viel Spannendes. Sie erleidet die Träume, die zugegeben wohl schön waren, aber für mich irgendwie fehl am Platz wirkten. Auch die daraus folgende Geschichte ist für mich irgendwie nicht plausibel (außer man glaubt an Visionen). Ich konnte damit schlichtweg nichts anfangen. Erst nach 70% des Buches wurde es interessant, da begann Kate endlich ihr Leben in die Hand zu nehmen und Entscheidungen zu treffen. Aber da hatte ich das Buch schon fast abgeschrieben.

Ich habe mich letztlich durchgequält und nur dem Ende ist es zu verdanken, das es noch drei Sterne bekommt. Beim nächsten Buch werde ich es mir reiflicher überlegen, ob ich es mir kaufe. Dieses war für mich der erste Flopp in diesem Jahr.

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

Veröffentlicht am 29.03.15!

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