Arturo Perez-Reverte: Der Club Dumas

3548605117Arturo Perez-Reverte: Der Club Dumas

Originaltitel: El Club Dumas
übersetzt von unbekannt
Verlag: List Tb
Seitenanzahl: 464 Seiten
ISBN-10: 3548605117
ISBN-13: 978-3548605111
Hier ist der Film dazu rezensiert.

Inhaltsangabe:

Lucas Corso, überzeugter Single und zu tiefen Gefühlen nicht fähig, ist ein klassischer Bücherjäger. Im Auftrag von reichen Bibliophilen sucht und sammelt er teure und seltene Exemplare. Sein Freund Flavio La Ponte, Buchhändler, hilft ihm bei der Arbeit.

Flavio hat ihm gerade ein paar handgeschriebene Seiten von Alexandre Dumas gegeben, um ein Gutachten über die Echtheit der Papiere anfertigen zu lassen, als auch Varo Boras ihm einen brisanten Auftrag erteilt: Er soll das Buch „Die neun Pforten in das Reich der Schatten“ unter die Lupe nehmen und mit den zwei anderen noch auf der Welt existieren Exemplaren vergleichen. Dieses Buch soll angeblich Luzifer selbst mitgeschrieben haben und beinhaltet eine Beschwörungsformel.

Lucas Corso macht sich auf den Weg nach Spanien und wird dabei von Irene Adler begleitet. Aber auch andere Schatten folgem ihn und sehr bald merkt er, das er in ein Spiel verwickelt ist, wo bald niemand mehr weiß, was Realität und was Fiktion ist.

Mein Fazit:

Ich habe an dieses Buch sehr hohe Erwartungen gesetzt – bedingt durch den Film mit Johnny Depp.

Tatsächlich muss man sich an den Schreibstil erst gewöhnen. Die ersten dreißig bis vierzig Seiten war der Autor damit beschäftigt, Titel und Namen berühmter Werke zu nennen. Es ist etwas mühseelig, denn im Grunde werden die Werke im Laufe des Buches etwas näher beschrieben. Wenn man das erste Drittel ungefähr geschafft hat, wird es spannend, denn dann eröffnen sich einem spannende und auch witzige Situationen. Der trockene Humor des Autors hat vieles wieder gut gemacht, was Anfangs schief gelaufen ist.

Lucas Corso ist eine verschrobene Figur, mit der man erst warm werden muss. Er ist zu tiefen Gefühlen nicht fähig, dennoch trauert er einer alten Liebe nach. Seine Gedanken vertreibt er stets mit Gin und er ist eigentlich nirgends sesshaft. Aber dennoch hat er sympathische Seiten, lässt sich die Butter vom Brot nicht nehmen und weiß einen diskreten Dienst durchaus zu schätzen. Seine wahre Aufrichtigkeit gilt den Büchern.

Der Autor erweckt dem Leser den Eindruck, das es sich um eine Geschichte mit zwei Fäden handelt. Tatsächlich gibt es zwei verschiedene Geschichten. Die Auflösung ist dem Autor meines Erachtens nach nicht gelungen, das kam mir irgendwie zu nichtssagend rüber.

Dies ist ein Buch über die Liebe zu den Büchern, zu den alten und seltenen Büchern, die nicht in jedermanns Hand gehören. Einige Stellen diesbezüglich haben mich sehr berührt. Einige Sätze haben mich zum Nachdenken angeregt und werden immer irgendwie in meinem Kopf bleiben. Somit hat der Autor für mich sein Werk unvergessen gemacht, wenn es auch nicht das Meisterwerk ist.

Es bekommt 3 von 5 Punkten.

Anmerkung: Die Rezension stammt aus Februar 2009.

Neu veröffentlicht am 31.03.15!

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