Die Tür der Versuchung

usa Die Tür der Versuchung (2004)
Originaltitel: The Door in the Floor

Regie: Tod Williams
Drehbuch: Tod Williams
Produktion: Ted Hope, Anne Carey, Michael Corrente
Musik: Marcelo Zarvos
Kamera: Terry Stacey
Darsteller: Jeff Bridges, Kim Basinger, Jon Foster, Elle Fanning, Larry Pine, John Rothman, u.v.a.
Dauer: 111 Minuten
Romanvorlage: „Witwe für ein Jahr“ von John Irving

B0007VYMR4Inhaltsangabe:

Eddie (Jon Foster) ist ein Exeter-Absolvent und möchte Schriftsteller werden. Daher will er über den Sommer hin ein Praktikum beim Kinderbuchautor und Zeichner Ted Cole (Jeff Bridges) machen. Aber schon bei seiner Ankunft auf Long Island lernt er die schöne Marion Cole (Kim Basinger) kennen.

Ted und Marion haben noch die 4jährige Tochter Ruth (Elle Fanning) und sie ist offensichtlich der einzigste Grund, warum das Paar noch miteinander spricht. Bevor Eddie auf Long Island eintraf, hat das Paar sich getrennt.

Eddie verliebt sich in die schöne Marion, spürt aber sehr schnell, das es große Trauer in die Familie gibt. Überall im Haus hängen Bilder von zwei Jungen. Das sind die tödlich verunglückten Söhne der Cole’s und Ruth scheint mit ihnen über diese Weise zu sprechen.

Marion erwidert die Liebe von Eddie, wohl aber eher, weil sie ihre toten Söhne in ihm sieht. Als Ruth das Liebespaar beim Sex erwischt, weiß Marion, das sie ihr Leben ändern muss.

Mein Fazit:

Für mich gibt es bei dieser Verfilmung zwei Sichtweisen, die natürlich auch unterschiedlich ausfallen. Zum einen betrachte ich den Film als solchen und muss unumwunden zugeben, das es eine wunderbare Charakterstudie über eine zerrüttete Familie ist. Auch der Ort, die Rahmenhandlung und die Protagonisten sind wunderbar – nahezu perfekt – in Szene gesetzt. Obwohl es ein Drama ist, hat es trockenen Humor und Esprit. Kim Basinger als Marion Cole war die Traumbesetzung, ich wüßte nicht, wer besser in diese Rolle gepasst hätte. Jeff Bridges als Schürzenjäger und liebevoller Vater gleichermaßen ist schon eine super Auswahl. Und die kleine Elle brauchte wohl nicht viel schauspielerische Leistung erbringen, sie erscheint im Film als kleiner blonder Engel und so ist sie wohl auch wirklich 🙂

Betrachtet man den Film allerdings mit dem Wissen um die Romanvorlage und um den Inhalt, ist man von dem Film schon etwas enttäuscht, denn dieser eine Sommer ist nur ein Teil des Buches. Im zweiten Teil des Buches geht es um Ruth, wie sie groß wurde und wie sie sich vom Vater löst, der sie selbst im Erwachsenenalter demütigt. Ich gebe zu, es ist schwierig, einen solchen Roman in einen Film zu packen, aber dann hätte man ja einen zwei-Teiler machen sollen und die Handlungs-Zeit des Films ans Buch anpassen können.

Es ist kein Film für so nebenbei, für den muss man sich Zeit nehmen und er ist eher ein stilles Werk, voller kleiner Geschichten in einer großen Geschichte.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 10.09.2007.

Neu veröffentlicht am 01.06.15!

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