Familienbilder

usaFamilienbilder (1994)
Originaltitel: Family Album

Regie: Jack Bender
Drehbuch: Karol Ann Hoeffner
Produktion: Douglas S. Cramer, Dan Dugan, Dennis Hammer
Musik: Lee Holdridge
Kamera: Michael W. Watkins
Darsteller: Joe Flanigan, Leslie Horan, Brian Krause, Michael Ontkean, Jaclyn Smith, Kristin Minter, u.v.a.
Dauer: ca. 200 Minuten
Romanvorlage: „Familienbilder“ von Danielle Steel

B0012CF8GQInhaltsangabe:

von amazon.de: Die bezaubernd schöne Hollywoodschauspielerin Faye Price lernt gegen Ende des Zweiten Weltkriegs den Schiffmagnaten Ward Thayer kennen. Obwohl sie gerade im Zenit ihres Erfolges steht, gibt sie ihre Karriere auf, um Ward zu heiraten. Doch bald ziehen dunkle Wolken über dem Glück der beiden auf: Ward gerät in finanzielle Schwierigkeiten, beginnt zu trinken und verstrickt sich mehr und mehr in Frauengeschichten. Faye freilich steht trotz allem treu zu ihrem Mann. Mit selbstlosen Einsatz hält sie immer wieder die Familie in den Stürmen des Lebens zusammen …  

Mein Fazit:

Eine wunderbare Verfilmung mit Jaclyn Smith und Michael Ontkean. Die wundervollen Jahre des Reichtums und Glücks werden hierbei nur kurz dargestellt, im Roman selbst werden sie auch eher schnell abgehandelt. Doch ich wußte von Anfang an, daß eines der Kinder fehlte, nämlich Vanessa. Sie wurde im Buch ein Jahr vor Valerie geboren und hatte ein eher unauffälliges Wesen. Wohl deshalb hatte man ihre Rolle vollends gestrichen. Auch die Homosexualität von Lionel wurde im Film anders behandelt. Aber dazu komme ich später. Alles in allem konnte man davon ausgehen, daß die Verfilmung im ersten Teil so ziemlich der Romanvorlage entsprach, bis auf die fehlende Tochter Vanessa.

Den zweiten Teil konnte man eher „frei nach dem Roman“ bezeichnen. Es stimmten zwar die groben Details, wie z. B. daß Greg in Vietnam fiel und daß Lionels Freund starb. Und auch die Schwangerschaft von Anne entsprach dem, was Dnielle Steel in dem Roman geschrieben hatte. Aber viele kleine Details waren einfach verdreht. Ein sehr wichtiges Detail, wie ich finde, fehlte sogar gänzlich, nämlich die letzte Oscar-Verleihung, bevor Faye Thayer sich aus dem Geschäft zurückgezogen hatte. Sie erhielt nämlich mit ihrer Tochter Valerie einen Oscar für den letzten Film! Auch die Beziehung zwischen Lionel und Paul Steel fand in dem buch zu einem ganz anderen Zeitpunkt statt. Lionel hatte es seiner Mutter im Buch auch nicht gestanden, sondern er wurde inflagranti erwischt. Scheinbar wollte man solche pikanten Szenen nicht drehen.

Trotz der kleinen Mängel eine gelungene Verfilmung, die in mir zum Schluß dann doch einige Tränchen hervor rief. Ich mag den Film, denn er ist so ganz nach Danielle Steel. Sie erzählt die Geschichte einer großartigen, starken und überaus bewundernswerten Frau – wie in all ihren anderen Romanen.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 11.04.2008.

Neu veröffentlicht am 08.06.15!

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