Palast der Winde

usaPalast der Winde (1984)
Originaltitel: The Far Pavilions

B00FQ0VOX6Regie: Peter Duffell
Drehbuch: Julian Bond
Produktion: John Peverall, Geoffrey Reeve
Musik: Carl Davis
Kamera: Jack Cardiff
Darsteller: Ben Cross, Amy Irving, Christopher Lee, Benedict Taylor, Omar Sharif, Rupert Everett, u.v.a.
Dauer: 313 Minuten
Romanvorlage: „Palast der Winde“ von M. M. Kaye

1. Teil: Die Rückkehr nach Indien

Ashton Pelham-Martyn (Ben Cross) ist eigentlich in Indien aufgewachsen. Bis zu seinem 11.ten Lebensjahr wurde er von einer indischen Amme aufgezogen, da seine Mutter bei seiner Geburt starb und sein Vater bei einem Aufstand ums Leben kam. Schließlich wurde er nach England zurück geschickt, um ihm eine ordentliche Erziehung angedeihen zu lassen.

1870 kehrt Ashton, von allen Ash genannt, nach Indien als Offizier zurück und verrichtet bei den Kundschaftern Dienst. Er verliebt sich in die schöne Belinda und wirbt um sie. Wegen eines unglückseeligen Zwischenfalls soll er erst vors Kriegsgericht gestellt werden. Da er aber offensichtlich als Informant gegen die Inder nützlich sein könnte, verschont man ihn und kaum wird er zu einer anderen Division befohlen, kehrt Belinda ihm den Rücken zu.

Ash vertritt immer öfter die Position der indischen Bevölkerung und eckt somit bei seinem Kameraden an. Als er in eine Prügelei verwickelt wird, schickt man ihn zur Strafe zu einem Hochzeitszug, den er begleiten soll. Aus lauter Ärger über diese Strafe vergißt er, sich über die Menschen zu erkundigen und erlebt eine große Überraschung, als er dort eintrifft.

Mein Fazit:

Ich habe damals schon die Verfilmung gesehen, allerdings auch nicht komplett. Was mich an dieser Geschichte bewegt, sind diese Bilder über dieses Land. Es wird die indische Kultur dargestellt, in ihrer ganzen Farbenpracht. Ben Cross und Amy Irving sind noch sehr jung, aber sie sind durchaus überzeugend in ihren Rollen, was bei dem Staraufgebot in den Nebenrollen sicher nicht ganz einfach war.
Einen Bezug zum Buch finde ich jetzt leider nicht, da ich dieses auch noch nicht gelesen habe. Aber es ist bereits in meinem SUB und es kann sich nur noch um Monate handeln. Mal schauen, wann ich die Teile zwei und drei sehen kann!


2. Teil: Die Reise nach Bhithor

Ashton Pelham-Martyn (Ben Cross) soll im Auftrage der britischen Krone einen Hochzeitszug escortieren. Dabei trifft er auf die Prinzessin Anjuli (Amy Irving) wieder. Als Ahston noch in seiner Kindheit in Indien war, lebte er mit Anjuli im „Palat der Winde“. Anjuli’s Kindheit ist geprägt von Demütigungen und Verachtung, da sie ihre Mutter eine Russin war.

Als Anjuli in Ashton den früheren Ashock wieder erkennt, entbrennt zwischen ihnen eine große Liebe. Doch sie dürfen nicht zusammen erwischt werden. Als Ash im Dienst einen schweren Unfall erleidet, stirbt Anjuli fast vor Sorge und läßt stets ihre Dienerin zu ihm gehen.

Als sie schließlich den Weg weiter nach Bhithor gehen, damit Anjuli mit ihrer Schwester verheiratet werden kann, möchte Ash mit Anjuli durchbrennen. Doch eine solche Unternehmung erweist sich als schwierig. Während eines Sandsturms, wo sie in alten Gemäuern vor den anderen und vor dem Sturm geschützt sind, besiegeln sie ihre Liebe. Doch Ash ist danach kaum in der Lage, sie wieder zurück ins Lager gehen zu lassen. Das Paar hofft auf eine Schwangerschaft, um damit einen Weg aus ihrer problematischen Lage zu finden. Doch diese Hoffnung wird nicht erfüllt.

In Bhitor sieht Ash sich Anjulis zukünftigen Gemahl gegenüber und er kämpft um so heftiger um ihre Liebe und ihre Zukunft.

Mein Fazit:

Auch diesen Teil habe ich verschlungen, soweit meine Bügelwäsche es zuließ. Und wieder viele malerische Bilder, starke Charaktere und eine zu Tränen rührende Amy Irving machen den Teil zu einer richtigen Schmonzette. Just in dem Moment, als sie sich liebten, musste das Bild ruckeln *schrei* Es ist schon überzeugend, das die Sitten, Traditionen und Bräuche eines Landes wie Indien die Liebe von zwei Menschen zerstören können, die mindestens zwei Gemeinsamkeiten haben: Nicht wirklich einer Nation zugehörig zu sein und die Erinnerung an die gemeinsame Kindheit. Ben Cross überzeugt natürlich durch seine jugendliche Ausstrahlung, mein lieber Schwan, ein hübscher Mann 🙂

In den nächsten Tagen werde ich den dritten Teil dazu sehen!


3. Teil: Wally und Anjuli

Ashton Pelham-Martyn (Ben Cross) verläßt Bhithor nach der Hochzeit von Anjuli, ihrer Schwester und dem Rhana von Bhithor. Seit Herz ist voller Trauer um sie.

Inzwischen ist zwischen Indien und Afghanistan wieder der Krieg ausgebrochen und die englische Delegation zwingt Afghanistan in die Knie. Sie wollen in Kabul eine englische Botschaft einrichten. Wally (Benedict Taylor), Ashton’s bester Freund, soll diese führen.

Die Delegation ist absolut gegen die Überzeugung von Ash und so bittet er um seinen Abschied aus der Armee, aber er soll England nur noch einen Dienst erweisen und als Spion in Kabul tätig werden. Dies tut er, doch er kann gegen die Aufständen nichts ausrichten. Im Kampf stirbt Wally. Ein weiterer Verlust, der ihn auf seinem Weg in die Freiheit begleitet. Doch schließlich kann er aus dem Dienst austreten und reist zu seinem väterlichen Freund Kodad Dad (Omar Sharif). Als er dort erfährt, wie es um Anjuli steht, bricht er auf, um sie vom Feuer zu befreien.

Mein Fazit:

Leider fehlen mir bei diesem Teil einige – wohl die entscheidenden – Minuten! Dennoch muss ich ehrlich gestehen, das ich es schon als sehr spannend fand, was dort passierte. Zuweilen fing die Kamera das Profil von Ben Cross richtig ein und er sah aus wie aus Stein gemeisselt. Athletisch und stolz! Als Spion, wo er in die Rolle des Afghanen schlüpfte, gefiel er mir sogar noch besser und war überzeugender. Omar Sharif war absolut perfekt für die Rolle des väterlichen Freundes. Ich glaube, in so einem Moment wünscht man sich niemand anderen. Er überzeugte übrigens auch in den ersten beiden Teilen.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 26.02.2008.

Veröffentlicht am 13.07.15!

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