Minette Walters: Das Echo

3442459753Minette Walters: Das Echo

Originaltitel: The Echo
übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti
Verlag: Goldmann Verlag
Seitenanzahl: 411 Seiten
ISBN-10: 3442459753
ISBN-13: 978-3442459759

Inhaltsangabe:

Zu Anfangs wird die Geschichte von Billy Blake erzählt, der in einer vornehmen Wohnanlage von London scheinbar durch Verhungern den Tod in einer Garage findet. Die Besitzerin der Garage, Amanda Powell, bezahlt seine Bestattung und hat scheinbar ein großes Interesse daran, herauszufinden, wer Billy Blake, der Obdachlose, wirklich war.

Minette Walters erzählt dann die Geschichten von Fällen, wo Männer spurlos verschwanden und seither nicht mehr aufgetaucht waren. Die Fakten sind so verschieden und doch wird sofort klar, das es eine Verbindung zwischen diesen Fällen gibt.

Schließlich, ein halbes Jahr nach Billy Blakes Tod, wird der frustrierte und desillusionierte Journalist Michael Deacon auf den Fall aufmerksam. Er beginnt seine Recherchen zunächst halbherzig, doch als er der resoluten und wohlhabenden Architektin Amanda Powell gegenüber sitzt, um sie über die Vorgänge zu befragen, spürt er, das mehr hinter der Sache steckt. Denn es drängt sich jedem sofort die Frage auf, warum Billy Blake ausgerechnet ihre Garage für seinen Tod auswählte und warum nahm er nicht die Lebensmittel aus der Tiefkühltruhe, wenn er noch fünf Tage dort gelebt hatte? Und wer war er eigentlich wirklich?

Mühselig beginnt Michael Deacon die Puzzle-Teile mit Hilfe eines halbwüchsigen Obdachlosen und seines Kollegen Barry zusammen zu setzen und auch wenn es den Anschein gibt, so spielt jede Person in diesem Wirrwarr an Fakten und Fragen eine besondere Rolle. Schließlich stellt Michael Deacon erschüttert fest, daß Billy Blake der Schlüssel zwischen Amanda Powell und den Fällen der verschwundenen Männer ist.

Mein Fazit:

Ich war furchtbar neugierig auf diesen Roman. Selten lese ich Krimis und ich war angenehm überrascht, wie sehr ein Buch dieses Genres mich fesseln kann. Allerdings muß ich auch zugeben, das ich die erste Hälfte des Romanes immer nur häppchenweise gelesen habe, was unweigerlich zur Folge hatte, das ich die ganzen detailgetreuen Fakten und Fragen nicht immer auseinanderhalten konnte.

Aber als das Buch eine entscheidene Wende nahm, ließ ich es nicht mehr aus der Hand, bis ich es ausgelesen hatte. Und hinterher hatte man ein ganz klares Bild von den ganzen Geschehnissen. Ein empfehlenswerter Roman für jeden, der sowohl detailgetreue Krimis als auch gute Milieustudien mag.

Anmerkung: Die Rezension stammt aus Januar 2000.

Veröffentlicht am 28.07.15!

image_pdf

Einen Penny für Ihre Gedanken ...