Danielle Steel: Abschied von St. Petersburg

3442359066Danielle Steel: Abschied von St. Petersburg

Originaltitel: Zoya (1988)
übersetzt von Ingrid Rothmann
Verlag: Goldmann Verlag
Seitenanzahl: 767 Seiten
ISBN-10: 3442359066
ISBN-13: 978-3442359066
Hier ist der Film dazu rezensiert.

Inhaltsangabe:

Den „Abschied von St. Petersburg muß die 17jährige Zoya in der russischen Oktoberrevolution nehmen. Sie ist vom Wesen, von der Erziehung und kraftvoller Überzeugung eine Aristokratin, die sogar mit dem russischen Zaren verwandt ist.

Sie verliert vor ihren Augen ihre liebsten Menschen. Nur die Großmutter bewahrt Kühnheit und flieht mit ihr nach Paris. Dort fristen sie neben den vielen anderen russischen Emigranten ein armseliges Dasein. Nur das Ballett erhält Zoya aufrecht und die Liebe zu dem amerikanischen Soldaten Clayton. Als Zoyas Großmutter stirbt, geht auch das Letzte aus ihrem russischen Leben dahin.

Clayton nimmt sich der jungen Zoya an und sie gehen Ende des Krieges in die Staaten. Sie verleben wunderschöne Jahre des Luxus‘ und des Reichtums und schenken zwei Kindern das Leben – bis zum verhängnisvollen Börsenkrach, wo sie ihren gesamten Besitz verlieren. Clayton stirbt durch diese Aufregung an einem Herzinfarkt. Zoya muß wieder ganz von vorn beginnen!

Um ihre Kinder zu ernähren, tanzt sie in einer Tingel-Tangel-Revue. Als sie durch einen Brand fast ihre Kinder verliert, nimmt sie wieder ihren Adelstitel an, um in einem Modesalon eine unbeschreibliche Karriere zu machen. Und sie gewinnt auch wieder den Mut, einen Mann zu lieben. Doch als die Amerikaner in den zweiten Weltkrieg eintreten, beginnt für sie erneut die Zeit des Bangens und des Betens.

Mein Fazit:

Danielle Steel hat mit diesem Roman wahrlich tief in die Geschichte-Kiste gegriffen. Nichts blieb unberührt, am allerwenigsten die russischen Traditionen. Sehr einfühlsam erzählt sie die Vorgänge der russischen Revolution und die harten Jahre in Paris während des ersten Weltkrieges. Durch diese Schilderungen ist es zuweilen etwas mühselig, das Geschriebene nach zu vollziehen. Auch wurde meiner Meinung nach die Zeit der Flucht und Emigration in Paris zu sehr in die Länge gezogen, welches fast zweidrittel des Buches ausmacht. Aber trotzdem ist es ein typischer Danielle Steel – Roman: Einfühlsam, liebevoll und durchweg mit kleinen kulturellen Anekdoten bespickt.

Anmerkung: Die Rezension stammt aus Oktober 1999.

Veröffentlicht am 30.07.15!

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