Joe R. Lansdale: Ein feiner dunkler Riss

B0078XD374Joe R. Lansdale: Ein feiner dunkler Riss

Originaltitel: A Fine Dark Line (2003)
übersetzt von Heide Franck
Verlag: Suhrkamp Verlag
Seitenanzahl: 351 Seiten
ISBN-10: 3518464973
ISBN-13: 978-3518464977

Inhaltsangabe:

East-Texas, 1958: Der 13jährige Stanley Mitchel ist gerade mit seinen Eltern und seiner älteren Schwester Calli nach Dewmont gezogen, weil sein Vater sich den Traum vom Auto-Kino erfüllt hat. Sein Hund Nub begleitet ihn auf Schritt und Tritt.

Bis zu jenem Sommer glaubt er noch an den Weihnachtsmann und die Wahrheit hat er noch nicht ganz verdaut, als er beim Spielen im Wald eine sonderbare Kiste im Boden entdeckt. Sie enthält sonderbare Briefe über Freundschaft und einem Baby. Desweiteren erfährt er, das vor einigen Jahren zwei Mädchen umgekommen waren: Eine in ihrem Haus verbrannt und die andere wurde in der gleichen Nacht von der Eisenbahn geköpft. Angeblich würde noch ihr Geist auf der Suche nach dem Kopf sein, denn den hatte man nie gefunden.

Gemeinsam mit Buster, einem farbigen Angestellten, und seinem Freund Richard macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit und erfährt dabei so einiges, was ihn den ganzen Sommer über mehr als beschäftigt …

Mein Fazit:

Der Plott der Geschichte hörte sich echt gut an und die vielen positiven Bewertungen ließen mich dazu verleiten, dieses eBook spontan zu kaufen. Und bei 216 Seiten sollte es eigentlich schnell durchgelesen sein – so dachte ich zumindest.

Aber es kam doch irgendwie alles ganz anders. Ich kann noch nicht einmal genau sagen, woran es lag (wahrscheinlich an meiner persönlichen Gemütsfassung), aber ich kam sehr schlecht in die Geschichte rein. Der Autor hat durchaus einen feinen Sinn für Humor und hat die Geschichte wunderbar aus seiner Sicht geschildert. 13 Jahre alt, behütet aufgewachsen und Stanley kam zum ersten Mal mit Dingen in Berührung, die weit über seinen Horizont hinausgingen. Einzig seiner Schwester und seinem Freund Buster verdankte er es, das er es verstand. Sie erklärten ihm die Dinge, wie es damals eben so üblich war. Auch kannte Stanley es nicht, wie die Farbigen behandelt wurden oder das Kinder von ihren Eltern geschlagen oder vernachlässigt wurden. Seine Heile Welt bekam eben einen feinen dunklen Riss.

Es gab immer wieder kleine Abschweifungen von der Geschichte, die mich dann auch zwischendurch verwirrten. Letztendlich ergab es am Ende jedoch einen Sinn und es fügte sich wie ein Puzzle-Teil zusammen. Die Auflösung der Morde war dann am Ende schon toll geschrieben. Aber bis dahin hat es sich für mich hingezogen wie Kaugummi.

Wegen der grandiosen Auflösung der Geschichte gibt es vier Sterne von mir.

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

Veröffentlicht am 02.08.15!

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