Marvins Töchter

usaMarvins Töchter (1996)
Originaltitel: Marvin’s Room

B00004RYKKRegie: Jerry Zaks
Drehbuch: Scott McPherson
Produktion: Jane Rosenthal, Robert De Niro, Scott Rudin
Musik: Rachel Portman
Kamera: Piotr Sobocinski
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Robert De Niro, Meryl Streep, Dan Hedaya, Diane Keaton, Hume Cronyn, u.v.a.
Dauer: 98 Minuten

Inhaltsangabe:

Bessie (Diane Keaton) pflegt schon seit 20 Jahren ihren Vater, der wie sie selbst sagt, einen langsamen Tod stirbt. Nur ihre Tante Ruth (Gwen Verdon) ist noch bei ihr, kann aber durch die vielen Erkrankungen keine wirkliche Hilfe sein.

Nun erkrankt Bessie selbst an Leukämie und benötigt einen Knochenmark-Spender. Dr. Wally (Robert De Niro) ruft die noch verbliebene Familie an: Lee (Merryl Streep) und ihre zwei Söhne Hank (Leonardo DiCaprio) und Charlie (Hal Scardino). Nur widerwillig fährt Lee zu ihrer Schwester, die sie seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hat.

Durch Mavins Erkrankung haben sich die Schwestern völlig zerstritten und seither nie wieder ein Wort miteinander gesprochen. Lee hat aber jedoch selbst ihre Probleme. Hank ist schwer erziehbar und bringt sich ständig in Schwierigkeiten. Gerade hat er das eigene Haus angezündet und ist nun in der Nervenheilanstalt. Es wird sehr schnell klar, das ihm die die Vaterfigur gefehlt hat und er gegen die Mutter deswegen rebelliert.

Im Schatten von Bessies Erkrankung findet die zerrüttete Familie nur langsam wieder zueinander.

Mein Fazit:

Dieser Film berührt den Zuschauer ungemein. Da sind die ungleichen Schwestern, die eine opfert sich für den Vater auf und hat nie eine eigene Familie gegründet und die andere kämpft sich mit ihren Kindern durch, die ihr obendrein auch noch das Leben schwer machen. Diane Keaton die sanftmütige, Merryl Streep die abgehärtete und egoistische Frau! Unterschiedlicher hätten sie nicht sein können und so haben sie es auch dargestellt.

Leonardo DiCaprio und Gwen Verdon haben die Situation abgerundet und dem Film eine komische Seite gegeben, vor allen Gwen Verdon als Tante Ruth!

Dieser Film strahlt Liebe aus. Liebe und Wärme und die Botschaft, in schweren Zeiten enger aneinander zu rücken. Ich habe diesen Film genossen, vor allen Dingen die Wandlung von Hank – erst rebellisch, dann verantwortungsbewußter. Toll, etwas fürs Herz, ohne schnulzig oder klischeehaft dabei zu sein.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 18.03.2008.

Veröffentlicht am 07.08.15!

image_pdf

Einen Penny für Ihre Gedanken ...