Bewahrt den Traum

usaBewahrt den Traum (1986)
Originaltitel: Hold the Dream

B005TNJ5RMRegie: Don Sharp
Drehbuch: Barbara Taylor Bradford
Darsteller: Jenny Seagrove, Stephen Collins, Deborah Kerr, James Brolin, Claire Bloom, Paul Daneman, u.v.a.
Dauer: 346 Minuten
Romanvorlage: „Bewahrt den Traum“ von Barbara Taylor Bradford
Dies ist der 2. Teil der Emma Harte-Trilogie!

Inhaltsangabe:

Paula Fairley (Jenny Seagrove) ist jung, hübsch, hat zwei reizende Kinder, ist mit Jim Fairley (Nigel Havers) verheiratet und die Lieblings-Enkelin ihrer Großmutter Emma Harte (Deborah Kerr). Doch ihr Leben ist ausgefüllt mit dem Harte’s Kaufhaus. Emma Harte, kurz vor dem 80.ten Geburtstag, lässt ihr immer mehr freie Hand, um ihr das Vertrauen auszusprechen.

An diesem besagten Geburtstag verkündet Emma Harte überraschend, das sie sich aus dem Geschäft zurück ziehen wolle und fortan die Geschäfte ihren Enkeln übertragen würde. Mit dem alten Freund Blacky O’Neill (Liam Neesen) wolle sie eine lang geplante Weltreise machen.

Kaum hat Emma sich zurückgezogen, ziehen dunkle Wolken über Paulas Leben auf. Ein Cousin wird des Mordes an seiner Frau verdächtigt. Ihr Jugendfreund Shane O’Neill (Stephen Collins) meidet sie und in den Geschäften gibt es ebenfalls Unstimmigkeiten. Auch ihr Mann Jim, der letzte des Fairley-Clans, den Emma Harte aus persönlichen Gründen so verbittert bekämpft hatte, ist sehr unzufrieden und beginnt vermehrt zu trinken.

Wird Paula den Rat ihrer Großmutter beherzigen, den sie ihr mitgegeben hat? „Bewahrt den Traum“. Für Paula scheint es eine nahezu unlösbare Aufgabe zu sein …

Mein Fazit:

Dies ist die Fortsetzung von „Des Lebens bittere Süße“, die fast nahtlos an den ersten Teil anschließt. Zum besseren Verständnis sollte man den ersten Teil gesehen haben, allerdings ist es nicht unbedingt zwingend notwendig. Es ist auch nicht erforderlich, das Buch vorher zu lesen, denn der Zweiteiler, in 276 Minuten gepackt, umreißt das Buch schon ziemlich gut bis auf ein paar kleine Punkte.

Allerdings gab es für mich einen ungeheuren Logik-Fehler: Der Zweiteiler spielt den 80er Jahren, während das Buch die Zeit von 1969 bis 1971 behandelt. Es sind schon gut 15 Jahre, die da einfach hinzugedichtet wurden und wenn man bedenkt, das Emma Harte schon vor dem ersten Weltkrieg eine verheiratete Frau war … da klappt es dann nun nicht mehr so ganz mit dem 80.ten Geburtstag in den 80er Jahren.

Wenn man einmal von diesem Fehler absieht, ist die Verfilmung ganz ordentlich gelungen und für die damalige Zeit völlig ok. Nach heutigen Maßstäben wäre es eher eine minderwertige Produktion. In diesem Film fehlte auch der Glanz und die Atmosphäre, der im ersten Teil so vorherrschend war. Und Jenny Seagrove als Paula Fairley empfand ich als keine gute Besetzung, hat sie doch vorher die Emma Harte als jung gespielt. Nein, da hätte eine andere Besetzung besser gepasst. Stephen Collins als Shane O’Neill hat mich positiv überrascht, jung war er da noch und hat eine sehr sympathische Figur gemacht. Er hat mir von allen Darstellern am Besten gefallen, neben Deborah Kerr, die unbestritten die Königin in ihrer Rolle war.

Wenn man die Fernsehjuwelen der 80er Jahre liebt, der wird auch diese Produktion lieben. Für mich war es leider eher eine Enttäuschung und ich vergebe nur 65%.

Veröffentlicht am 19.08.15!

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