Die Bestimmung – Insurgent

usaDie Bestimmung – Insurgent (2015)
Originaltitel: Insurgent

B00UWHRTP0Regie: Robert Schwentke
Drehbuch: Brian Duffield, Akiva Goldsman
Produktion: John Wildermuth, Neil Burger, Lucy Fisher, u.v.a.
Musik: Joseph Trapanese
Kamera: Florian Ballhaus
Darsteller: Shailene Woodley, Theo James, Zoe Isabella Kravitz, Ansel Elgort, Kate Winslet, Naomi Watts, u.v.a.
Dauer: 119 Minuten
Romanvorlage: „Tödliche Wahrheit“ von Veronica Roth
Die ist der 2. Teil der Divergent-Reihe.

Inhaltsangabe:

Tris (Shailene Woodley) und Four (Theo James) sind bei den Amite untergetaucht, denn sie wissen, das sie von den abtrünnigen Ferox gesucht werden. Die abtrünnigen Ferox haben sich den Ken und damit Jeanine (Kate Winslet) angeschlossen. Nur die echten Ferox sind bei den Candor abgetaucht.

Doch sie kommen schon sehr bald zu den Amite und Tris und Four sind wieder auf der Flucht. Sie suchen Unterschlupf bei den Candor und müssen sich einem Prozess stellen. Unter der Wirkung des Wahrheits-Serums muss Tris dann auch gestehen, was sie zuvor getan hat. Doch damit kann sie sich auch freisprechen, denn es ist nun klar, warum sie so gehandelt hat.

Jeanine startet allerdings wieder einen Angriff und sucht die 100%ige Unbestimmte. Tris und Four können zu den Fraktionslosen fliehen. Dort erleben sie eine große Überraschung, denn dort treffen sie auf Evelyn, Four’s Mutter, die eigentlich für tot gehalten wurde. Während sie versuchen zu verstehen, was eigentlich wirklich gerade geschieht, zwingt Jeanine Tris dazu, sich freiwillig den Ken zu stellen, um noch mehr Tote zu verhindern.

Mein Fazit:

Eines vorweg: Um diesen Film wirklich zu verstehen, sollte man unbedingt vorher den ersten Teil sehen. Meinem Mann musste ich einiges im Film erklären, da er den ersten Teil nicht gesehen hat.

Ich bin eigentlich immer recht tolerant, wenn es um Literatur-Verfilmungen geht. Oft sehe ich großzügig darüber hinweg, wenn Film und Buch nicht so ganz überein stimmen. Doch bei diesem Film gerate ich auch nach mehreren Tagen immer noch in Rage. Soviel hatte ich mir versprochen und wurde so bitter enttäuscht.

Wer das Buch gelesen hat, wird schon sehr bald erkennen, das einige (für mich) wesentliche Merkmale des Buches in dem Film überhaupt nicht vorkommen. Denn in dem zweiten Buch ging es auch um Four’s Vater, sogar im Wesentlichen. Er ist mit eine der entscheidenden Figuren, erst mit dem Konflikt zu Four und dann auch später, als es um die wichtige Information ging, die vor der Welt geheim gehalten werden sollte. Im Film taucht der Vater nur kurz auf, und das auch nur am Anfang. Den weiteren Verlauf des Films ist zwar wieder entsprechend dem Buch, aber die Box, die Jeanine hat und die nur eine 100%ig Unbestimmte öffnen kann, ist an den Haaren herbei gezogen. Ich bin schon echt enttäuscht.

Tris‘ Schuldgefühle wegen dem ersten Teil und auch im weiteren Verlauf die Toten, die hinzu kommen, sind für mich dann wiederum gut dargestellt und heraus gearbeitet. Sie will das alles nicht und dennoch kann sie dem kaum entkommen. Sie vermisst ihre Mutter und kann ihrem Bruder kaum noch trauen, denn er ist ein Ken, der Jeanine treu ergeben ist. Four ist für mich auch eine überzeugende Figur, allerdings nicht so stark wie im ersten Teil. Die Szenerie der Stadt erinnert schon an eine zerbombte Stadt, Stahlgerüste und überall Schutt. Eine sehr beängstigende Szene.

Wenn man von der verkorksten Umsetzung der Literaturvorlage absieht, ist er ein unterhaltsamer Film, der allerdings nicht an den ersten Teil herankommt , aber einen spannenden dritten Teil verspricht. Ansehen werde ich es mir wohl, aber dann mit einer anderen Erwartungshaltung. Dieser Teil bekommt von mir nur magere 65%.

Veröffentlicht am 09.09.15!

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