Der Marsianer – Rettet Mark Watney

usaDer Marsianer – Rettet Mark Watney (2015)
Originaltitel: The Martian

B0168YCBJ4Regie: Ridley Scott
Drehbuch: Drew Goddard
Produktion: Michael Schaefer, Simon Kinberg, Ridley Scott
Musik:
Kamera: Dariusz Wolski
Darsteller: Matt Damon, Jessica Chastain, Kristen Wiig, Sean Bean, Jeff Daniels, Chiwetel Ejiofor, u.v.a.
Dauer: 144 Minuten
Romanvorlage: „Der Marsianer“ von Andy Weir

Inhaltsangabe:

In naher Zukunft: Eine sechsköpfige Mars-Mission unter der Führung von Melissa Lewis (Jessica Chastain) gerät in einen Sturm. Sie müssen innerhalb weniger Minuten den Planeten verlassen. Auf dem Weg zur Notfall-Kapsel wird der Botaniker Mark Watney (Matt Damon) von einer umherfliegenen Antenne verletzt und die Crew verliert seine biometrische Verbindung. Aufgrund dessen wird er für Tod gehalten und erklärt.

Während die übrigen fünf Mitglieder der Mission auf der Hermes in Richtung Heimatplaneten fliegen, erwacht Mark Watney jedoch im Mars-Staub. Durch die Antenne in seinem Bauch und durch das versickernde Blut wurde sein beschädigter Anzug wieder versiegelt, das widerum hat ihn am Leben erhalten. Mit letzter Kraft geht er zu seinem Wohn-Container zurück, entfernt die Antenne und stellt sich anschließend der Tatsache, das er nun auf dem Mars völlig auf sich allein gestellt ist. Denn es gibt keine Verbindung zur Hermes oder zur Erde. Und die nächste bemannte Mars-Mission ist erst in vier Jahren geplant!

Ein paar Monate später: Während Mark Watney sein Überleben auf dem Mars plant und ausführt, erklärt die NASA ihn für tod. Die Crew auf der Hermes erfährt zunächst nichts davon. Eines Tages entdeckt eine Mitarbeiterin bei der NASA Auffälligkeiten bei den Sateliten-Bildern von dem Mars. Es gab offensichtlich Veränderungen an dem Ort, wo die Mission statt fand. Sehr schnell wird klar: Mark Watney hat doch überlebt…..

Mein Fazit:

Nachdem der Trailer und die Geschichte mich von Anfang an faszinierten, wollte ich mir den Film unbedingt ansehen. Und ich habe die Gelegenheit auch gleich am ersten Wochenende nach dem Start genutzt.

Matt Damon ist ein grandioser Schauspieler, wandlungsfähig und stets überzeugend. So hat er in dieser One-Man-Show, die es überwiegend ist, wahrlich eine einzigartige Geschichte erzählt, die zwar in den Bereich des Science Fiction gehört, aber durchaus irgendwann in den nächsten Jahrzehnten Realität werden kann. Mark Watney ist unfreiwillig zurück geblieben. Während sie auf die Notfall-Kapsel zusteuern, wird er von einer umherfliegenden Antenne getroffen, die nicht nur sein Bauch verletzt, sondern auch sein biometrisches System am Anzug zerstört. Daher bekommt die restliche Crew auch keine Daten mehr von ihm und sie halten ihn für tod. Das er es doch noch überleben haben könnte, daran denkt lange Zeit niemand. Durch die zerstörte Antenne ist es ihm nicht möglich, Verbindung zu irgendjemand aufzunehmen. Daher versucht Mark das beste aus der Situation zu machen und geht verschiedene Möglichkeiten durch. Unter anderem pflanzt er Kartoffeln an (und es gelingt ihm auch). Er führt dabei Video-Tagebuch und die Einträge, die er macht, sind eher für den Fall, falls er es nicht schaffen sollte, bis zur nächsten bemannten Mission zu überleben. Denn er macht seinem „Zuschauer“ sehr schnell klar: Das Universum duldet keine Fehler und es kann jederzeit etwas passieren, was sein Leben beenden würde! Dennoch nimmt er alles mit Galgenhumor.

Der rote Planet rückt immer mehr in den Focus der NASA und einigen privaten Unternehmen. Man plant schon die Kolonisation (Projekt „Mars One“), die Thematik dieses Films ist also nicht so ganz weit her geholt. Und daher ist dieser Film auch anders. Vielleicht ist er deshalb so spannend, weil er mehr realitätsbezogen ist. Und obwohl Matt Damon dort die ganze Zeit allein ist, wird es nicht eine Sekunde langweilig, denn sein Kampf ums Überleben ist einzigartig und nachvollziehbar! Einzig das Ende der Mission fand ich dann -sagen wir mal- etwas schräg. Ob es möglich wäre, weiß ich nicht. Dafür kenne ich mich zu wenig mit dem Thema Astrophysik aus.

Die Szenen bei der NASA sind ebenfalls spannend, denn es wird dem Zuschauer deutlich, das es nicht nur um Ideologie, sondern auch um knallharte Kostenkalkulationen geht. Jede Mission muss vom Kongress genehmigt, jede Investition abgesegnet werden. Dennoch kämpfen einige, allen voran der Leiter von Flight-Controll Mitch Henderson (Sean Bean), um Menschlichkeit und Möglichkeiten, zu Lasten ihres eigenen Jobs.

Die Bilder in 3D sind schon sehr beeindruckend und eins ums andere Mal wurde mir etwas schwummerig. Ridley Scott hat einen tollen Film geschaffen, der nicht nur einen hohen Unterhaltungswert besitzt, sondern auch noch ein Blick in die nahe Zukunft erlaubt. Für einen tollen Kino-Nachmittag bekommt dieser Film 90%.

Veröffentlicht am 12.10.15!

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