Caroline Fyffe: Sonnenuntergang in Texas

B00SP4CEUMCaroline Fyffe: Sonnenuntergang in Texas

Originaltitel: Texas Twilight (2011)
übersetzt von Christine Berg und Agentur Libelli
nur als Kindle-Edition erhältlich
Seitenanzahl: 385 Seiten
ASIN: B00SP4CEUM
Dies ist der 2. Teil der McCutcheons-Reihe.

Inhaltsangabe:

West Texas, 1886: Die deutschstämmige Lily Anthony ist mit ihrer Tante Harriett Schmidt von Boston unterwegs nach Rio Wells, als kurz vor dem Ziel die Postkutsche von Comancheros überfallen wird. Drei Passagiere und zwei Angestellte der Wells Fargo sterben im Kugelhagel. In der Postkutsche sitzt auch Dr. John McCutcheon, der in Rio Wells seine erste Stelle als Arzt antreten will. Er kann sie bei dem Überfall vor dem sicheren Tod retten.

Dieses Ereignis verbindet sie fortan. Denn in Rio Wells angekommen, findet Lily nicht das vor, wofür sie bezahlt haben. Der Mietvertrag für ein Gebäude, denn Miete sie bereits für ein Jahr bezahlt haben, steht nicht zur Verfügung. Etwas neues mieten können sie nicht, denn die zwei Damen sind abgebrannt. Und John findet zwar eine Praxis vor, aber der vorherige Arzt ist noch nicht in den Ruhestand gegangen, wie es ursprünglich gedacht war.

Und dann ist da noch Johns Verlobte Emmeline und ein mysteriöser Stein in Harrietts Tasche, von dessen Existenz Lily überhaupt nichts weiß. Lily weiß nicht, wie sie eine Schneiderei eröffnen und ihre Gefühle für John im Zaum halten soll. Zwielichtige Personen und eine störrische Schwester werden noch auf den Plan gerufen und Lily weiß nicht, wie es weitergehen soll.

Mein Fazit:

Dies ist der zweite Teil der McCutcheons-Reihe und nach dem gar nicht so schlechten ersten Teil dachte ich, könnte ich die Reihe fortsetzen.

Ehrlicherweise muss ich jedoch gestehen, das mir das Buch stellenweise einfach zu langweilig war. Die Geschichte zog sich wie Kaugummi und manchmal überlegte ich, es aufzugeben. Ungefähr nach zweidrittel kam dann wieder etwas Spannung rein, während sie dann das Ende doch wieder hinzog. Eine Weile geschieht einfach nichts, dann gibt es Schießereien und Entführungen. Na ja …

Die Figuren sind schon gut gezeichnet und auch die Neben-Charaktere haben dem Roman noch etwas Leben eingehaucht. Aber dennoch war für mich einiges zu aalglatt und auch die Lösungen der Probleme manchmal zu einfach. Die Autorin hat sich dann auch in Beschreibungen und Erzählungen verloren, was natürlich zum Verständnis der Geschichte beitrug, aber oft zuviel wirkte.

Ich finde die amerikanische Geschichte auch schlecht recherchiert. In dem Buch wird zum 14. Mal der Unabhängigkeits-Tag (04. Juli) gefeiert, der Roman spielt aber 1886 und nicht 1888, denn die Unabhängigkeit wurde 1874 erklärt. Und es wird auch nicht deutlich, das Texas von vielen Deutschstämmigen damals besiedelt wurde und es in weiten Teilen sogar noch deutsch gesprochen wurde. Das kam in dem Roman überhaupt nicht auf, denn Lily und Harriett waren Deutschstämmige, Lily sogar erst seit Jahren in den Staaten.

Nein, dieses Buch hat mir nicht so recht gefallen und ich vergebe nur drei Sterne. Nach einer gewissen Weile werde ich trotzdem noch den dritten Teil lesen, um die Serie dann abzuschließen, immerhin kann ich mir den Roman ausleihen.

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

Veröffentlicht am 21.10.15!

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