Million Dollar Baby

usaMillion Dollar Baby (2004)

 

B000A7BE6MRegie: Clint Eastwood
Drehbuch: Paul Haggis
Produktion: Clint Eastwood, Tom Rosenberg, Gary Lucchesi
Musik: Clint Eastwood
Kamera: Tom Stern
Darsteller: Hilary Swank, Clint Eastwood, Morgan Freeman, Jay Baruchel, Mike Colter, Lucia Rijker, u.v.a.
Dauer: 132 Minuten

Inhaltsangabe:

Frankie Dunn (Clint Eastwood) gibt sich wirklich Mühe. Seit über 20 Jahren geht er täglich in die Kirche zur Messe, jede Woche schreibt er seiner Tochter einen Brief (der allerdings ungeöffnet mit dem Vermerk „Annahme verweigert“ zurückkommt) und er hat nur einen einzigen Freund: Eddi Dupris (Morgan Freeman)! Eddi ist ehemaliger Boxer und hat beim 109.ten Kampf ein Auge verloren. Seitdem sieht er in Frankies Boxhalle nach dem Rechten und fristet ansonsten ein ereignisloses Dasein! Frankie ist stets auf Sicherheit bedacht, bloß nie ein Risiko eingehen, immer auf die Deckung achten. Und das ist auch der Grund, warum er als Box-Trainer nie einen Meistertitel geholt hat!

Eines Tages kommt Maggie Fitzgerald (Hilary Swank) in die Box-Halle. Frankie ist gar nicht begeistert von der Anwesendheit der jungen Frau und knurrt sie gleich an: „Ich trainiere keine Frauen!“ Doch Maggie, die bisher im Leben keine Chance hat, ist hartnäckig. Sie hat den Traum, in der Mitte ihres Lebens doch noch ein Box-Champion zu werden und arbeitet vorerst emsig und entschlossen allein.

Frankie kann sich das Dilemma nicht mit ansehen und beginnt Maggie zu trainieren! Und schon sehr schnell will sie ihren ersten Fight. Zwischendurch freunden sich die verlorenen Seelen miteinander an, denn Maggie hat -wie Frankie- keine richtige Familie mehr! Sie verbringen immer mehr Zeit miteinander. Selbst Eddie ist von Frankies Verwandlung begeistert und unterstützt ihn, wo er nur kann.

Es kommt dann zu dem, was vorerst unmöglich schien: Frankie organisiert für Maggie einen Meisterschafts-Fight! Er traut es ihr zu und sie reisen gemeinsam nach Las Vegas! Doch die Gegnerin kämpft unfair, ist hinterlistig und boshaft! Als der Fight schon fast entschieden ist, passiert das Unglaubliche: Maggie stürzt und bricht sich fast das Genick!

Sie ist fortan vom Hals an gelähmt. Selbst atmen kann sie nicht mehr allein. Frankie steht ihr bei und hilft ihr, wo er nur kann. Aber er gibt sich die Schuld für diesen Unfall. Als sie ihn schließlich um einen letzten großen Freundschafts-Dienst bittet, reißt es ihn in eine große Gewissenskrise.

Mein Fazit:

Ich heule mir jetzt noch fast die Augen aus! Ein unglaublich berührender Film, wie ich ihn selten erlebt habe. Clint Eastwood hat zu Recht den Oscar für diese Arbeit bekommen, Hilary Swank allerdings genauso!

Der Film strahlt so viel Würde aus, durch die ruhigen (und zuweilen mit trockenem Humor gespickten) Dialoge, durch die Mimik, die die Darsteller zur Unterstreichung der Worte offenbaren und durch die Magie, die dieses ungleiche Paar auf die Scheibe bringt. Und ich muss ganz ehrlich gestehen, wäre es eine echte Liebesgeschichte gewesen, wäre ich sicherlich genauso begeistert gewesen! Es ist eine Liebesgeschichte, aber von ein ganz anderen Qualität.

Ich werde den Film ganz sicher nicht vergessen. Er wird mich eine Weile beschäftigen. Denn es werden auch sehr kritisch die Grundwerte der Menschen durchleuchtet. Ein Film, der zum Nachdenken anregt … wenn die Tränen versiegt sind. Und das ist nicht Kitsch, sondern pure Emotion!

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 03.07.2007.

Veröffentlicht am 21.10.15!

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