Sebastian Fitzek: Das Joshua-Profil

3785725450Sebastian Fitzek: Das Joshua-Profil

erschienen 2015
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 432 Seiten
ISBN-10: 3785725450
ISBN-13: 978-3785725450

Inhaltsangabe:

Max Rhode, Thriller-Autor, verheiratet und Vater von Pflegekind Jola, wird eines Tages zu einem mysteriösen Patienten gerufen. Bevor dieser an seinen Verbrennungen stirbt, kann er Max noch etwas von einem Joshua-Profil sagen. Jola wird indessen kurz entführt und betäubt, allerdings kann man sie sehr schnell und wohl behalten wiederfinden.

Eine Weile später: Völlig unvorbereitet tritt plötzlich sein Buder Cosmo auf den Plan. Er ist ein verurteilter Triebtäter, der sich vornehmlich an Kindern vergeht. Am gleichen Tag erscheint auch das Jugendamt in Form von Melanie, gefolgt von ihrem Bodyguard. Als Melanie Max sein Pflegekind wegnehmen will, schnappt er sich das 10jährige Mädchen und erlebt eine Odyssee voller Wirrungen, Gewalt und – dem Joshua-Profil.

Sein Leben wird nicht mehr so sein wie vorher …

Mein Fazit:

Nun, ich habe ja schon einige seiner Romane gelesen (aber noch nicht alle) und ich habe Herr Fitzek auch schon zweimal bei einer Lesung besuchen dürfen (ist aber schon lange her). Und in der Regel bieten die Romane von Herr Fitzek durchaus einen hohen Unterhaltungswert.

Bei diesem Roman war es leider nicht so. Meine Erwartungen wurden enttäuscht. Was man anhand des kurzen Klappentextes nicht erahnen konnte, dreht es sich dieses Mal um Kindes-Missbrauch und die Daten-Sammelwut verschiedener Institutionen. Mir kommt die Geschichte mit allem so überladen vor, zuviel von allem und dabei leider zu wenig Profil von den Protagonisten. Für mich sind alle Figuren nicht greifbar, selbst Cosmo nicht, der als Verurteilter Pädophiler die Abneigung des Lesers auf sich zieht, der aber in der Geschichte auch seine guten Seiten zeigt.

Die Grund-Story und die Auflösung des ganzen Rätsels sind für mich zwar nicht ganz so unlogisch und unvorstellbar, aber zusammen mit den anderen Grund-Themen meines Erachtens zuviel in einem Buch. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass Herr Fitzek sich durchaus entwicklungsfähig zeigt bzw. mal einen Roman mit einem anderen Tempo schreibt. Mit mehr Tiefe bei den Persönlichkeiten und einer komplexen Geschichte, wo Gewalt und überraschende Wendungen durchaus eine Daseins-Berechtigung haben können.

Den Roman „Blutschule“ von Max Rhode habe ich vorher nicht gelesen und ich denke, das ist auch nicht unbedingt erforderlich. Ich zumindest habe soweit alles verstanden.

Dieses Werk ist Herr Fitzek nicht gut gelungen und ich wünsche ihm beim nächsten Werk ein glücklicheres Händchen. Dieses bekommt sehr schwach vier glänzende Sterne, aber nur deshalb, weil mich die letzten 100 Seiten durchaus versöhnlicher gestimmt haben.

Veröffentlicht am 11.11.15!

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