Gladiator

united_kingdomGladiator (2000)

Regie: Ridley Scott
Drehbuch: John Logan, William Nicholson
Produktion: Douglas Wick, Laurie MacDonald, Steven Spielberg
Musik: Hans Zimmer
Kamera: John Mathieson
Darsteller: Russell Crowe, Joaquin Phoenix, Connie Nielsen, Oliver Reed, Djimon Hounsou, Ralf Moeller, u.v.a.
Dauer: 2:34 Stunden

B0002RRSFGInhaltsangabe:

180 nach Christus: Maximus, hochdekorierter und von allen respektierter General (Russel Crowe), begleitet seinen Herrn Marcus Aurelius (Richard Harris) bereits schon seit zwölf Jahren auf den Eroberungszügen durch Europa und bringt ihm somit Ruhm und Ehre ein. Doch Marcus Aurelius ist als und müde und er weiß, das sich sein Ende nähert. Er möchte Maxiumus als seinen Erben sehen und benennt ihn auch als solchen.

Doch da ist noch Commodus (Joaquin Phoenix), der Sohn Marcus Aurelius, der seit Ewigkeiten schon heimlich in seine Schwester Lucilla (Connie Nielsen) verliebt ist. Lucilla jedoch hat ihr Herz verschenkt – an Maxiumus, der jedoch nur noch eines möchte, nach Hause nach Spanien zu seiner Frau und seinem Sohn.

Commodus ist eifersüchtig auf Maximus und bringt Marcus Aurelius selbst um. Maximus erkennt sofort, das ein Vatermord begangen wurde. Da er sich weigert, Commodus seine Treue zu schwören, soll er umgehend getötet und seine Familie geschändet werden. Doch kampferprobt, wie Maximus ist, kann er sich gegen die Soldaten wehren und kehrt verletzt nach Hause zurück, wo seine Frau und sein Sohn bereits getötet sind.

Maximus verliert den Lebensmut und lässt sich gehen. Unsichtbare Hände jedoch nehmen ihn mit in eine andere Welt und er wird als Sklave gefangen genommen. Seine Wunden heilen und seine Kampfeskraft kehrt zurück, aber nicht sein Lebenswille. Erst, als der Sklaven- und Gladiatorenhändler Proximo (Oliver Reed) ihm die Freiheit in Aussicht stellt, wenn er in Rom als Gladiator kämpfen kann, sieht Maximus seine Chance, sich an Commodus zu rächen.

Commodus indes sieht sich selbst als der größte Imperator. Um das Volk in Sicherheit zu wiegeln, lässt er für 150 Tage die Spiele im Kolosseum stattfinden. In der Zeit will er den Senat auflösen, um die alleinige Macht über Rom und das Imperium zu haben. Aber Intrigen und das Erscheinen eines sonderbaren Gladiatoren, den sie alle „Der Spanier“ nennen, lassen seine Vorhaben schwierig erscheinen.

Wird Maximus noch die Chance auf seine Rache bekommen? Wird Rom wieder zu dem erwachen, was es mal war?

Mein Fazit:

Leidenschaft, Eifersucht, Intrigen und Loyalität, alles Attribute, die ein guter Film besitzen muss. Und dieser Film hat obendrein noch glaubhafte und brutale Kampfszenen, die wohl der realen Welt von damals in nichts nachstehen.

Kommen wir zu den zwei wichtigsten Figuren, die ein jeder eine wichtige tragende Rolle spielen. Russel Crowe trägt den Film, ohne Frage! Er schafft es, in jeder Minute den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen und mit ihm zu fühlen und zu leiden. Dabei zeigt er mehrere Gesichter. Zum einen den unerschrockenen Krieger, der keine Angst kennt und zum anderen den liebevollen Mann, der um seine Familie trauert. Und natürlich stellt er den unterwürfigen wie willenlosen Sklaven dar, der nur seine Pflicht tut, um zu überleben. Commodus ist ein amoralischer Mensch, der weder Ehre noch Wertvorstellungen besitzt. Am liebsten würde er seine Schwester ins Bett zerren und er verurteilt andere Menschen, während er den größten Verrat begangen hat: Den eigenen Vater zu ermorden. Und dieser Mann kann auch nicht mit gerechten Mitteln kämpfen. Dennoch wird ihm die Gier nach Macht zum Verhängnis.

Zwischen diesen männlichen Hauptfiguren tanzt die liebliche Connie Nielsen als Lucilla. Schon bei der ersten gemeinsamen Szene mit Maximus wird klar, das sie ihn liebt. Sie hat die Zurückweisung von ihm nie verwunden, dennoch vertraut sie ihm und kämpft um sein Leben. Aber sie ist Commodus‘ Wohlwollen ausgeliefert und kann nur mit Angst und List ihr Leben an der Seite des Imperators meistern.

Die Kulisse und die Kostüme sind von erster Qualität, wobei ich wahrlich nicht erkennen konnte, wo die Realität aufhörte und die Tricktechnik begann. Eindrucksvoll wurde die Atmosphäre vom damaligen Rom eingefangen und rundet somit den Film mit Echtheit und Detailgenauigkeit ab.

Der Film ist eben ein 100%iger, der zu Recht fünf Oscars und eine Golden Globe gewonnen hat. Toll, immer wieder sehenswert!

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 29.12.2008.

Veröffentlicht am 17.11.15!

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