Wenn der Postmann zweimal klingelt

usaWenn der Postmann zweimal klingelt (1981)
Originaltitel: The Postman Always Rings Twice

B008TMTQGURegie: Bob Rafelson
Drehbuch: David Mamet
Produktion: Bob Rafelson, Charles Mulvehill, Andrew Braunsberg
Musik: Michael Small
Kamera: Sven Nykvist
Darsteller: Jack Nicholson, Jessica Lange, John Colicos, Anjelica Huston, Michael Lerner, John P. Ryan, u.v.a.
Dauer: 122 Minuten
Romanvorlage: „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ von James M.Cain

Inhaltsangabe:

Frank Chambers (Jack Nicholson) ist ein Rumtreiber und hat eigentlich kein Ziel und kein Zuhause. Zufällig kommt er dabei am Gasthaus der Papadaki’s vorbei, die auch eine Tankstelle mitten in der Wüste betreiben.

Er kann dort anheuern als Mechaniker, um sich ein paar Dollar zu verdienen. Dabei fällt ihm die hübsche Cora Papadaki (Jessica Lange) auf. Und kaum ist ihr Ehemann Nick (John Colicos) für ein paar Stunden fort, fallen Frank und Cora übereinander her.

Recht schnell festigt sich die Affäre und Cora verlangt letztendlich, das Frank ihren Mann ermordet. Erst beim zweiten Versuch gelingt es dem Paar tatsächlich, doch dann wird die Polizeibehörde aufmerksam. Nick hatte kurz vor seinem Tod noch eine Lebensversicherung abgeschlossen. Somit werden Cora und Frank verdächtigt, Nick Papadaki ermordet zu haben.

Doch sie bekommen einen gewitzten Anwalt, der sie aus der Misere holt. Aber werden sie dann wirklich Ruhe haben, um ihre ungewöhnliche Hass-Liebe pflegen zu können?

Mein Fazit:

Ein uralter Schinken, den bisher noch nie gesehen habe. Ich bekam ihn auf VHS-Kassette ausgeliehen und ich habe mit Spannung den Film verfolgt (immerhin ist er ja ab 18 freigegeben und das liegt sicher nicht an der Mord-Szene *gg*). Ich muss ehrlich gestehen, das mir Jack Nicholson als so junger Schauspieler sehr befremdlich vorkam. Er muss zum Zeitpunkt des Dreh’s so um die Mitte dreißig gewesen sein. Auch Jessica Lange kam mir ganz sonderbar vor, ich kenne sie nur von der heutigen Gegenwart.

Die Geschichte ist zuweilen etwas langatmig, vor allen Dingen habe ich die Sache mit dem Freispruch für Frank Chambers nicht verstanden. Aber die gegensätzlichen Gefühlsregungen dieser Hass-Liebe können beide wunderbar in Szene setzen. Der Regisseur hat offensichtlich alles rausgeholt.

Eine starke Charakterstudie von einem desillusionierten Paar ohne Ziele und einer unbändigen Leidenschaft für sich. Ich überlege schon, ob ich mir nicht das Buch dazu besorgen soll.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 01.03.2008.

Veröffentlicht am 29.11.15!

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