Harry Potter und der Halbblutprinz

united_kingdomHarry Potter und der Halbblutprinz (2009)
Originaltitel: Harry Potter and the Half Blood Prince

Regie: David Yates
Drehbuch: Steve Kloves
Produktion: David Barron, David Heyman, Tim Lewis
Musik: Nicholas Hooper
Kamera: Bruno Delbonnel
Darsteller: Daniel Radcliffe, Emma Watson, Rupert Grint, Jim Broadbent, Alan Rickman, Maggie Smith, u.v.a.
Dauer: 153 Minuten
Romanvorlage: „Harry Potter und der Halbblutprinz“ von Joanne K. Rowling
Dies ist der 6. Teil der Harry Potter-Reihe.

B002NTFIUIInhaltsangabe:

In der Muggelwelt geschehen merkwürdige Dinge, wie z. B. das eine Londoner Fußgänger-Brücke zusammen bricht. Und in der Winkelgasse haben viele Geschäfte ihre Pforten geschlossen. Die Todesser, Gefolgsleute von Lord Voldemort (Ralph Fiennes), treiben ihr Unwesen und lassen die Leute einfach verschwinden.

Harry Potter (Daniel Radcliffe) hingegen scheint eigentlich ganz entspannt seinem sechsten Schuljahr entgegen zu blicken. Wie immer trifft er auf seine Freunde Ron Weasley (Rupert Grint) und Hermine Granger (Emma Watson) im Fuchsbau, nachdem er mit Professor Dumbledore (Michael Gambon) einen merkwürdigen Besuch bei Horace Slughorn (Jim Broadbent) hinter sich gebracht hat. Slughorn unterrichtet nun in Hogwarts im Fach Zaubertränke, aber offenbar gibt es etwas, was er vor Dumbledore verbirgt und Harry bekommt den Auftrag, es herauszufinden.

Und dann findet Harry zufällig auch noch ein Buch für Zaubertränke, das offensichtlich vom „Halbblutprinzen“ stammt. Das Buch ist voller hilfreicher Notizen und Zaubersprüche. Harry wendet diese an und wird auf erstaunliche zum Klassenbesten.

Harry, Ron und Hermine haben die üblichen Probleme der Teenager, aufwallende Gefühle, Unsicherheiten und ständige Zickereien. Dabei schlägt Harrys Herz für Ginny Weasley (Bonnie Wright), doch er traut sich nicht an die Schwester seines besten Freundes heran. Und so vergeht das Schuljahr auf Hogwarts fast ereignislos, bis Dumbledore ihn im Frühjahr auf eine merkwürdige Reise mitnimmt.

Mein Fazit:

Ich gehöre mit zu eine der ersten, die mit im Kino saß, um den sechsten Teil um Harry, Ron und Hermine zu sehen. Ich habe mich sehr darauf gefreut, obwohl mir das sechste Buch als nicht gerade das beste Buch in Erinnerung geblieben war.

Der Film hat erstaunlich wenig Action. Allerdings gibt es doch so den einen oder anderen atemberaubenden Trick und Schock-Moment. Aber das ist auch im Buch so. Der sechste Teil ist der Vorläufer zum Finale und das zeigt der Film auch deutlich. Fast erst am Ende wird dem Zuschauer bewußt, worum es eigentlich geht.

Harry Potter wirkte recht entspannt, wo er doch im letzten Teil beweisen konnte, das Lord Voldemort wirklich wieder existiert und mit aller Macht zurück kommt. Und so ist es auch nicht verwunderlich, das er kaum Anspannung zeigt, als die Todesser mehr als einmal seinen Weg kreuzen. Allerdings ist ihm die Sorge um Dumbledores Gesundheitszustand anzusehen, denn dieser zeigt sich erheblich geschwächt und seine schwarze Hand zeugt von einer merkwürdigen Begebenheit.

Der Film dreht sich vielmehr um die Höhen- und Tiefpunkte der Pubertät, um Liebe, Herzschmerz und Glück. Viele Gesichter, in den vorherigen Filmen stets stark present, habe ich schmerzlich vermisst. So hatte Hagrid nur einige Kurz-Auftritte, so wie auch Snape und alle anderen. Umso stärker waren natürlich die drei bzw. fünf Hauptakteure present und sie haben ihren Part mit Bravour gemeistert. Ich habe das Gefühl, das auch die Persönlichkeiten, die hinter den Figuren stecken, ebenso mit gereift sind wie die Rollen selbst.

Alles in allem muss ich sagen, das der Film die gleiche Qualität aufweist wie die vorangegangenen Filme, aber von der Geschichte her (wo natürlich vieles aus dem Buch fehlte) eher eine kleine Enttäuschung war. Beim Buch war es jedoch genauso für mich. Alles in allem ist der Film mir 90% wert und ich bin gespannt, wie das Finale sein wird.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 21.07.2009.

Veröffentlicht am 17.12.15!

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