Das Leben – Ein Sechserpack

usaDas Leben – Ein Sechserpack (1993)
Originaltitel: Six Degrees of Separation

B00016JDLARegie: Fred Schepisi
Drehbuch: John Guare
Produktion: Fred Schepisi, Arnon Milchan, Ric Kidney
Musik: Jerry Goldsmith
Kamera: Ian Baker
Darsteller: Stockard Channing, Will Smith, Donald Sutherland, Ian McKellen, Mary Beth Hurt, Heather Graham, u.v.a.
Dauer: 112 Minuten

Inhaltsangabe:

Dem reichen Ehepaar Ouisa (Stockard Channing) und John Flanders Kittredge (Donald Sutherland) ist eher langweilig und eine Aneinanderreihung von oberflächlichen Dinnerpartys, Hochzeiten und Geschäftsessen bereichern ihr Leben in New York an der Fifth Avenue.

Eines Abends klingelt der junge sympathische schwarze Mann Paul (Will Smith). Er gibt sich als Sohn von Sidney Portier aus und erzählt, ist verletzt und er angeblich kenne er ihre Kinder. Er unterhält das Paar mit literarischen Inspirationen und philosophischen Diskussionen, kocht für sie und erschleicht sich so das Vertrauen, eine Nacht bei ihnen bleiben zu können.

Am nächsten Morgen jedoch fliegt der ganze Schwindel auf, nachdem er mit einem Stricher im Bett liegt. Das Paar ist dermaßen entrüstet über die die ganze Geschichte, das es bei der nächsten Hochzeit den anderen Gästen davon erzählt. Und schon bald meldet sich ein weiteres Paar, das einen solch‘ kuriosen Besuch gehabt hat.

Die High-Society von New York ist aufgeschreckt, es kommt Schwung in deren Leben und allmählich beginnt auch Quisa, sich Gedanken um den jungen Mann zu machen.

Mein Fazit:

Dies ist ein Nischen-Film!

Wohl direkt am Main-Stream vorbei, glänzt dieser Film durch die schauspielerische Darstellung von Will Smith, der sowohl den charmanten wie auch abgebrannten Paul spielt. Paul ist im Grunde eine tragische Figur, der nichts und niemanden etwas zu bieten hat, außer sich selbst. Aber das ist ihm zu wenig, um in der High-Society Fuß zu fassen. Andererseits möchte er auch allen beweisen, wie leicht es ist, sich in die geschlossene Gesellschaft einzuschmeicheln, ihnen mit geistigen Ergüssen zu imponieren, die sie -so wie er glaubt- gar nicht verstehen. Er nimmt die Gesellschaft aufs Korn und zeigt dabei gleichzeitig, das er völlig aus der Rolle ist und widerum auch keine Angst hat, dies zu zeigen.

Man muss den Film loben, aber nicht jeder wird es tun. Es ist gespickt voller Ironie und leisen Tönen. Viele Cineasten werden nicht glücklich bei diesem Film, aber ich kann ihn empfehlen. Man muss ihn nicht immer wieder sehen, er bleibt auch so im Kopf.

Von mir bekommt er 90%, viele andere wird er enttäuschen.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 24.11.2008.

Veröffentlicht am 09.12.15!

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