Der Duft der Frauen

usaDer Duft der Frauen (1992)
Originaltitel: Scent of a Woman

B0000ZP2YERegie: Martin Brest
Drehbuch: Bo Goldman
Produktion: G. Mac Brown, Martin Brest, Ronald L. Schwary
Musik: Thomas Newman
Kamera: Donald E. Thorin
Darsteller: Al Pacino, Chris O’Donnell, Philip Seymour Hoffman, Gabrielle Anwar, James Rebhorn, Richard Venture, u.v.a.
Dauer: 156 Minuten
Romanvorlage: „Der Duft der Frauen“ von Giovanni Arpino

Inhaltsangabe:

Frank Slade (Al Pacino) ist ein hochdekorierter Armee-Offizier. Doch seit er durch einen Unfall erblindet ist, flüchtet er sich in Verbitterung und benimmt sich entsprechend wie ein Prolet. Seine Nichte möchte über Thanks-Giving verreisen und sucht daher einen „Babysitter“.

Der Babysitter Charlie Simms (Chris O’Donnell) kommt aus ärmlichen Verhältnissen, hat aber die Chance, auf einer Elite-Schule mit einem Stipendium zu studieren. Seine Freunde kommen aus reichen Häusern. Vor Thanks-Giving spielen seine Freunde dem Decan einen Streich und Charlie wird unter Druck gesetzt, weil er weiß, wer diesen Streich gespielt hat. Nach Thanks-Giving soll schließlich eine Anhörung dazu statt finden. Charlie tut sich schwer, denn er kann und will seine Freunde nicht verraten.

Kaum ist Frank’s Nichte außer Haus, packt Frank seinen Koffer. Völlig überrumpelt begleitet Charlie ihn. Schon im Flugzeug gesteht der Grobian ihm, das es nichts Schöneres gibt als der Schoß einer Frau. Charlie begleitet ihn ins Hotel, geht mit ihm essen und läßt sich neue Anzüge schneidern. Aber dann gesteht Frank dem jungen Mann, das er noch einmal auf die Pauke hauen möchte und sich dann -in seiner Gala-Uniform gekleidet- die Kugel in den Kopf jagen will. Charlie ist bestürzt über dieses Vorhaben und versucht, ihn davon abzubringen. Dabei kommen sie sich näher, als ihm lieb ist und beide werden feststellen, das das Leben nicht mehr ist, wie es vorher mal war!

Mein Fazit:

Dieser Film ist unheimlich berührend und spannend. Anfangs dachte ich erst, das es irgendwo ein Portrait ist. Aber es ist mehr als das!

Al Pacino hat für diese Rolle zurecht einen Oscar bekommen. Eine Rolle, die höchste Ansprüche stellt, denn er mußte ja einen blinden alten Mann darstellen, der im Grunde nichts mehr zu erwarten hat vom Leben. Und da kommt ein junger idealistischer Mann daher und krempelt sein Leben um. Toll gespielt, von beiden. Absolut überzeugend und glaubhaft!!! Und das ist nicht klischeehaft, sondern einfach nur berührend und unter die Haut gehend. Die meiste Zeit des Films sind diese zwei so unterschiedliche Charaktere allein miteinander. Was mich aber auch unheimlich berührt hat, war der Tango-Tanz mit der jungen Frau namens Donna (Gabrielle Anwar). Ein Mann -ganz der Charmeur- aber doch eben blind, hat mit dieser Frau getanzt und damit eine einzige Liebeserklärung gemacht! Wenn ich jetzt noch daran denke, wird mir ganz schwummerig.

Ein absolut empfehlenswerter Film und ich werde ihn ganz sicher nicht vergessen!

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 11.09.2007.

Veröffentlicht am 18.12.15!

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