Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil II

usaDie Tribute von Panem – Mockingjay Teil II (2015)
Originaltitel: The Hunger Games: Mockingjay – Part 2

Regie: Francis Lawrence
Drehbuch: Peter Craig, Danny Strong
Produktion: Charlie Woebcken, Nina Jacobson, Jon Kilik, u.v.a.
Musik: James Newton Howard
Kamera: Jo Willems
Darsteller: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Woody Harrelson, Elizabeth Banks, Julianne Moore, u.v.a.
Dauer: 137 Minuten
Romanvorlage: „Flammender Zorn“ von Suzanne Collins
Dies ist der 4. Teil der “Die Tribute von Panem-Reihe”.

mockingjay_IIInhaltsangabe:

Kaitness Everdeen (Jennifer Lawrence) hat Peeta Mellarks (Josh Hutcherson) Angriff mit kleinen Blessuren überlebt. Sie macht Präsident Snow (Donald Sutherland) für die Folter an ihrem Geliebten verantwortlich und will so schnell wie möglich in den Krieg gegen das Kapitol ziehen. Doch zuvor muss District 2 eingenommen werden. Und das klappt mit einiger List!

B0182LRH54Die Andeutungen erscheinen nur vage, aber in Kaitness lösen sie Zweifel an Alma Coins wahren Absichten aus. Spätestens, als Kaitness ins Kapitol zieht, um Präsident Snow zu töten, wird offensichtlich, das die Präsidentin von District 13 sich Kaitness entledigen will. Obwohl Peeta Mellark noch nicht von der Folter geheilt und noch immer angriffslustig ist, schickt Coin Peeta zu Kaitness‘ Einheit.

Im Kapitol wird Kaitness dann mit dem wahren Gesicht des Krieges konfrontiert und es löst wieder mal tiefe Schuldgefühle in ihr aus. Doch ihre größte Prüfung steht ihr noch bevor, wenn sie die Chance hat, Präsident Snow zu töten.

Mein Fazit:

Der Film hat deutlich schlechtere Kritiken als die Vorgänger-Filme bekommen. Für mich ist es nicht so ganz nachvollziehbar. Denn wer die Bücher von Suzanne Collins gelesen hat, weiß, das auch die zweite Hälfte des dritten Bandes sehr gut umgesetzt wurde.

Der letzte Teil der Reihe schließt nahtlos an den Vorgänger-Film an und presentiert dem Zuschauer eine insich zerrissene Kaitness Everdeen. Einerseits hat sie den dringenden Wunsch, Präsident Snow zu töten. Andererseits muss sie erkennen, das jeder Krieg Opfer bedeutet – auch ihr nahestehende Menschen. Neben vielen anderen besonderen Moment war ein ganz besonders ergreifender dieser, als Finnick Odair (Sam Claflin) bei der Lage-Besprechung sagte: „Herzlich Willkommen zu den 76.ten Hungerspielen.“ Genau das wollen sie abschaffen, diese barbarischen Spiele zur Belustigung des Kapitols, und dennoch müssen sie durch ein Minenfeld voller Fallen und geheimer Attacken, die ihre Geschicklichkeit und Kampfeswille immer wieder auf die Probe stellen. Bei den gräßlichen Mutanten flog dann fast die Popcorn-Tüte mal weg, weil sie so furchterregend aussahen. Und mit jeder Attacke wird die Gruppe um Kaitness kleiner und sie kämpft mehr und mehr mit sich. Es erscheint ihr sinnlos und sie braucht Zuspruch von Peeta, der inzwischen wieder mehr sich selbst wird und sich, weil er Handfesseln trägt, wie ein Klotz an ihrem Bein fühlt.

Nur vage am Rande wird auch die Dreiecks-Geschichte zwischen Gale (Liam Hemsworth), Peeta und Kaitness deutlich. Es gibt keinen offenen Kampf um ihre Liebe und Kaitness entscheidet sich erst am Schluss für einen von beiden. Die Wahl ist logisch und auch konsequent und dem Buch entsprechend, soviel sei dazu verraten!

Der Film hat mich in seinen Bann gezogen, weil er das gleiche Niveau hat wie die übrigen Verfilmungen. Er hält sich an die literarische Vorlage und hat die wesentlichen Merkmale aufgegriffen und heraus gearbeitet. Unterstrichen wurde es durch die starke darstellende Leistung aller Akteure. Die Atmosphäre des angegriffenen Kapitols wurde gut eingefangen und entspricht auch meiner Vorstellung. Krieg ist eben Krieg, da gibt es auch nichts schön zu reden.

Für mich ist es ein würdiger Abschluss einer Reihe und irgendwie werde ich die Tribute von Panem ein wenig vermissen. Von mir bekommt er 95%.

Veröffentlicht am 20.12.15!

Einen Penny für Ihre Gedanken ...