Gottes Werk und Teufels Beitrag

usaGottes Werk und Teufels Beitrag (1999)
Originaltitel: The Cider House Rules

Regie: Lasse Hallström
Drehbuch: John Irving
Produktion: Harvey Weinstein, Bob Weinstein, Bobby Cohen
Musik: Rachel Portman
Kamera: Oliver Stapleton
Darsteller: Michael Caine, Charlize Theron, Tobey Maguire, Delroy Lindo, Kate Nelligan, Paul Rudd, u.v.a.
Dauer: 126 Minuten
Romanvorlage: „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ von John Irving

B00004X07LInhaltsangabe:

Homer Wells (Tobey Maquire) wächst in einem Waisenhaus in St. Clouds, Maine auf. Obwohl er keine Familie hat, fühlt er sich in der Obhut der Schwestern und des Arztes Dr. Larch (Michael Caine) auf. Dr. Larch fröhnt zwar der Sucht nach dem Äther, ist ansonsten jedoch sehr hingebungs- und liebevoll zu den Jungen und Mädchen verschiedener Altersklassen.

Weil er von Anfang an in Homer etwas Besonderes sieht, unterrichtet er ihn in Medizin und Geburtshilfe, in der Hoffnung, das er irgendwann seinen Platz einnimmt. Dr. Larch nimmt illegal, aber mit Diskretion und Zuverlässigkeit Abtreibungen vor, was Homer aus lauter Überzeugung ablehnt.

Homer hat erstmal andere Pläne hat. Er lernt Wally und Candy (Charlize Theron) kennen. Candy läßt eine Abtreibung vornehmen. Homer spürt die Witterung der Freiheit und begleitet das Paar an die Küste, wo er zum ersten Mal das Meer sieht.

Wally muss wieder in den Krieg ziehen und Candy hilft Homer, sich auf der Obstplantage einzugewöhnen. Auch Mr. Rose (Delroy Lindo) ist sehr hilfsbereit. Plötzlich stellt Homer fest, das er in Candy verliebt ist. Aber da ist ja noch Wally und Candy hat sich hauptsächlich mit Homer angefreundet, damit sie die Einsamkeit vertreiben kann.

Wird diese Liebe eine Chance haben? Und wie wird sich seine Einstellung und Haltung zum Leben verändern?

Mein Fazit:

Ich habe mir den Film noch einmal genauer angesehen, da ich von den Arbeiten des Regisseurs Lasse Hallström außerordentlich begeistert bin. Und auch von diesem Film kann ich nur lobende Worte finden. Wie es in Verbindung zum Buch steht, vermag ich nicht zu beurteilen, weil ich das Buch noch nicht dazu gelesen habe. Ich weiß aber, das das Buch ziemlich dick ist. Ich gehe einfach mal davon, das einiges einfach weggelassen werden mußte, um den Film nicht unnötig zu strecken.

Aber der Zuschauer bekommt auch so schon den roten Faden durch den Film zu sehen. Michael Caine als der verantwortungsvolle, aber auch sehr tolerante Arzt, der „gefallenen“ Mädchen aus einer Klemme hilft. Er signalisiert ganz klar immer wieder: Niemand ist perfekt und jeder Mensch macht mal Fehler. Seine Leistung in diesem Film ist grandios; er spielt diese Rolle einfach klasse, die soviel Humor, aber auch Weisheit und Geist besitzt. Und Stolz!

Tobey Maquire paßte ebenso zu dieser Rolle wie Charlize Theron. Allerdings ist es schon ein ungleiches Paar. Aber wohl deshalb ist es außergewöhnlich und liebenswert. Homer Wells stellt nicht alles in Frage, sondern nimmt es als gegeben hin. Eine Eigenschaft, die ich oft mehr schätze als mir lieb ist. Denn auch wenn Homer ein gewisse Einstellung zu Abtreibungen hat, so kann er es nicht ändern, das immer wieder Mädchen ungewollt schwanger werden oder das Inzest betrieben wird.

Der rote Faden von Nächstenliebe, Toleranz, Vertrauen und Vergebung ist deutlich sichtbar in jeder Sekunde. Und das ist auch typisch für John Irving! Und dann sind da natürlich die schönen Landschaftsbilder und die Sanftmut, das im Film ausgestrahlt wird. Ein wunderbares Kleinod in dieser hektischen Zeit. Toll!

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 05.03.2008.

Veröffentlicht am 12.01.16!

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