Die 5. Welle

usaDie 5. Welle (2016)
Originaltitel: The Fifth Wave

Regie: J Blakeson
Drehbuch: Jeff Pinkner, Susannah Grant, Akiva Goldsman
Produktion: Tobey Maguire, Richard Middleton, Denis O’Sullivan, u.v.a.
Musik: Henry Jackman
Kamera: Enrique Chediak
Darsteller: Chloë Grace Moretz, Liev Schreiber, Maika Monroe, Zackary Arthur, Nick Robinson, Alex Roe, u.v.a.
Dauer: 112 Minuten
Romanvorlage: „Die fünfte Welle“ von Rick Yancey

die_5_welleInhaltsangabe:

Für Cassie Sullivan (Chloë Grace Moretz) ändert sich das sorglose Teenager-Dasein schlagartig, als am Himmel ein merkwürdiges Flugobjekt auftaucht. Auf Kontakt-Versuche reagiert es mit stoischer Ignoranz.

Dann kommt die erste Welle, um die Erde von der Menschheit zu säubern: Es wird der Elektromagnetische Impuls ausgelöst und alles mit Strom betriebene funktioniert nicht mehr. Die zweite Welle ist ein Erdbeben mit anschließendem Mega-Tsunami, sämtliche Küstenstädte werden somit ausradiert. Die dritte Welle ist ein genverändertes Grippe-Virus, dem viele Menschen zum Opfer fallen, die die vorherigen Wellen überlebt haben.

Nach der dritten Welle flüchtet Cassie mit ihrem Bruder Sammy (Zackary Arthur) und dem Vater Oliver (Ron Livingston) in ein Camp. Doch dann kommt die vierte Welle – die Infiltierung unter den Menschen. In Form von Colonel Vosch (Liev Schreiber) werden alle Kinder im Camp gebeten, in den Bus zu steigen. Die Erwachsenen würden bleiben. Nach dem die Kinder abgefahren sind, werden die Erwachsenen erschossen. Cassie kann es nur deshalb mit ansehen, weil sie den Teddy ihres Bruders holte und der Bus inzwischen ohne sie abfuhr.

Bestürzt über die Geschehnisse macht sie sich auf den Weg, um ihren Bruder Sammy wieder zu sehen. Unterwegs wird sie von „den Anderen“ angeschossen, aber Evan Walker (Alex Roe) kann sie gesund pflegen und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Sammy. Trotz allem bleibt Cassie mißtrauisch … Evan hat eindeutig etwas zu verbergen. Ist er etwa auch einer von den anderen? Aber warum hat er sie dann nicht umgebracht?

Cassie merkt nun, das sie niemanden mehr vertrauen kann, denn „die Anderen“  können überall sein …

Mein Fazit:

Nun, ich hatte diese Woche die Qual der Wahl, in welchen Film ich reingehen könnte. Und ich habe mich für diesen entschieden, obwohl ich das Buch noch nicht gelesen habe. Da ich irgendwie einen anderen Plott auf dem Schirm hatte, wurde ich etwas überrascht.

Diese Dystopie stellt kein „hausgemachtes Problem“ dar, sondern die Aliens sind schuld. Sie kommen eines Tages und wollen den Planeten besiedeln. Vorher wollen sie jedoch die Menschheit ausrotten mit dem kleinstmöglichen Schaden für die Erde. Soweit so gut! Die „Angriffs-Wellen“ werden in dem Film von Cassie erzählt, die ich persönlich für sehr unglücklich besetzt halte. Chloë Grace Moretz konnte mich nicht eine Sekunde überzeugen, ebenso wenig Nick Robinson, der Ben Parrish spielt. Cassie schwärmt schon eine Weile heimlich für ihn. Er wird zusammen mit ihrem Bruder als Soldat ausgebildet, um dann gegen die vermeintlichen „Aliens“ zu kämpfen. Die ganze Zeit wirkte er linkisch und etwas unbeholfen. Da hat er seine Rolle in Jurassic World besser gepackt. Auch Maria Bello als Sergeant Reznik hatte eher eine ablehnende Wirkung auf mich, sie war immer viel zu grell geschminkt (absichtlich?).

Wenn man von den Leistungen der Darstellern mal absieht, hat die Story wirklich etwas Interessantes. Bei einem Gespräch zwischen Colonel Vosch und Ben Parrish wird klar, das beide Spezies gar nicht so unähnlich sind. Denn der Mensch rottet schließlich auch andere Spezies aus, um mehr Platz für sich zu haben. Da kommt dann der kleine moralisch erhobene Zeigefinger, der vielleicht als Anregung dienen sollte, über sein eigenes Verhalten nachzudenken.

Ansonsten gibt es natürlich viel Geballer zwischendurch und gelegentlich wirken die Gespräche etwas inhaltslos. Aber insgesamt gesehen ist der Film durchaus sehenswert und ich vergebe 75%. Ich bin zuversichtlich, dass das Buch deutlich besser abschneidet.

Veröffentlicht am 16.01.16!

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