Barbara Bretton: Licht auf den Wellen

3898979822Barbara Bretton: Licht auf den Wellen

Originaltitel: Shore Lights (2003)
übersetzt von Ingeborg Dorsch
Verlag: Weltbild Verlag
Seitenanzahl: 463 Seiten
ISBN-10: 3898979822
ISBN-13: 978-3898979825
Dies ist der 1. Teil der Maddy Bainbridge-Reihe.

Inhaltsangabe:

Maddy Bainbridge ist nach 15 Jahren an der Westküste wieder in ihre Heimat-Stadt Paradise Point in New Jersey zurück gekehrt. Im Gepäck hat sie ihre kleine Tochter Hannah, die nicht nur den Umzug, sondern auch die Trennung vom Vater verkraften muss. Obwohl Maddy mit Tom seit der Geburt der gemeinsamen Tochter nicht mehr zusammen war, so pflegte Tom doch einen regen Kontakt zu ihr.

Maddy arbeitet bei ihrer Mutter in der Frühstückspension Candlelight. Und obwohl beide schon ziemlich erwachsen sind und eine lange Zeit getrennt waren, sind noch immer erhebliche Spannungen zwischen ihnen.

Um Hannah glücklich zu machen, ersteigert Maddy einen Samowar, sieht er doch Aladins Wunderlampe ziemlich ähnlich. Aber dann ist da noch FireGuy, der den Samowar ebenfalls haben möchte, für seine Großmutter. Sie hatte so einen ähnlichen vor 50 Jahren im O’Malleys, einem irischen Pub, das FireGuy bzw. Aidan zusammen mit seiner Schwägerin Claire führt.

Und schließlich treffen sich FireGuy und Maddy zufällig aufeinander und sie eint nicht nur die Vorliebe für russische Teekessel …

Mein Fazit:

Leider hatte ich ja unwissentlich den Nachfolger dieses Romans zuerst gelesen, somit war ich über vieles im Bilde. Das hat mir, im Nachhinein gesehen, schon ein bisschen den Lese-Spaß genommen. Aber ist im Vordergrund auch eigentlich keine Liebes-Geschichte, sondern eine Hommage an die Mutter-Tochter-Beziehung. Das erklärt die Autorin auch im Nachwort: Eigentlich hat sie mit dem Roman auch den Tod ihrer geliebten Mutter verarbeitet.

Das spürt man auch ziemlich stark an dieser Geschichte. Daher wurde meine Erwartungshaltung auch etwas enttäuscht. Doch nicht nur das: Die Autorin hat auch immer wieder die besondere Situation zwischen Maddy und Rose betont – und auch zwischen Maddy und Hannah. Sie verlor sich auch manchmal darin, so dass ich am Schluss schon etwas ungeduldig wurde. Es wurde mir zwischendurch einfach nicht ersichtlich, wohin die Geschichte führen konnte. Erst ab der Hälfte ungefähr wurde es dann richtig spannend und auch etwas mystisch.

Die Figuren allerdings sind gut gezeichnet, haben Ecken und Kanten und sind durchweg sympathisch. Die Dialoge sind wie immer fetzig und laden zum Schmunzeln ein. Auch Maddys Beweggründe, warum sie damals wegging und nach 15 Jahre zurück kehrte, sind durchaus nachvollziehbar!

Alles in allem ist durchaus lesenswert, aber nicht der Beste Bretton-Roman. Trotzdem bin ich geneigt, eher vier Sterne zu geben, denn es ist schon recht komplex und die Charaktere sehr liebevoll beschrieben.

Veröffentlicht am 21.02.16!

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