Kass Morgan: Tag 21

3453269500Kass Morgan: Tag 21

Originaltitel: Day 21 (2014)
übersetzt von Michaela Link
Verlag: Heyne Verlag
Seitenanzahl: 320 Seiten
ISBN-10: 3453269500
ISBN-13: 978-3453269507
Dies ist der 2. Teil der Die 100-Reihe.

Inhaltsangabe:

Die straffälligen Jugendlichen sind inzwischen schon seit knapp drei Wochen wieder auf der Erde. Es sind nicht mehr alle 100 am Leben, einige sind bei der Landung auf der Erde verstorben und zwei Jugendliche sind von den „Erdlingen“ getötet.

Doch Tag 21 ist für Clarke, die eine medizinische Ausbildung fast beendet hat, bedeutend. Denn spätestens nach 21 Tagen sollten erste Anzeichung von Verstrahlung auftreten. Und tatsächlich erkranken einige Jugendliche.

Octavia, Bellamys Schwester, ist offensichtlich von den Erdgeborenen entführt und in der Nähe entdecken sie ein Mädchen, das sie gefangen nehmen in der Hoffnung, dass sie Informationen für die Kolonisten hat.

Doch für Clarke, Wells und Bellamy beginnen spannende Zeiten. Tatsächlich haben Menschen die Stunde Null vor 300 Jahren überlebt und es gibt Anzeichen, das schon früher eine Mission zur Erde geschickte wurde, diese aber scheinbar gescheitert ist.

Mein Fazit:

Es ist schon eine Weile, seit ich das Buch gelesen und die erste Staffel auf DVD gesehen habe. Mit beiden hatte ich erst so meine Probleme, erst zum Ende hin konnte ich mich für die Geschichte begeistern.

Und so ist es für mich auch nicht verwunderlich, dass ich zu Beginn der Lektüre auch gleich wieder drin war in der Geschichte. Bei den Namen hatte ich allerdings Bilder der Serie im Kopf. Die Serie ist jedoch recht großzügig an die Buchvorlage angelehnt – heißt: Es gibt deutliche und gravierende Unterschiede.

Sei es drum: Der zweite Teil der Reihe ist geprägt vielen Erkenntnissen. Das die Menschheit auf der Erde die Stunde Null offenbar überlebt hat, das es eine aggressive Gruppe gibt und dass einige ein recht weiches Herz haben, auch wenn sie nach außen ziemlich hart tun. Glass und Luke sind noch immer auf dem Schiff und kämpfen gegen den drohenden Untergang. Nur die Phönix sollte den Sauerstoff-Mangel überleben, die anderen beiden Schiffe wurden von der Versorgung getrennt und die Menschen versuchen auf ihre Art mit der ausweglosen Situation fertig zu werden. Schließlich können Glass und Luke die Brücken wieder öffnen, doch dann lösen sie eine viel größere Panik aus: Alle strömen zum Startdeck, um einen der wenigen Plätze auf den Transportern zu bekommen. Dieser Teil der Geschichte, der leider nicht soviel Raum bekam, hat mich deutlich mehr gefesselt als die gelegentlich pubertierenden Kolonisten auf der Erde. Auch wenn ich die Handlung nachvollziehen kann, aber es wird deutlich: Sie sind eben Jugendliche und froh, dem strengen Codex des Schiffes entkommen zu sein. Auch wenn es mich ab und an nervte, so spiegelte es auch eine Situation wieder, die durchaus einen realistischen Charakter hat. So wenig Regeln wie möglich heißt die Devise und nur durch Wells’ standhaftes Verhalten kann eine Verrohung der Gruppe verhindert werden.

Auch in diesem Teil gab es wieder Rückblenden, die jedoch nicht soviel Raum einnahmen und die eigentliche Geschichte nicht so oft unterbrachen. Diese Mischung empfinde ich als durchaus angenehm und akzeptabel. Die Figuren sind etwas greifbarer durch die TV-Serie, aber noch immer etwas blass. Alles in allem eine gelungene Fortsetzung und ich freue mich schon auf den dritten Teil. Dieser bekommt vier von fünf Sternen!

Veröffentlicht am 27.02.16!

image_pdf

Einen Penny für Ihre Gedanken ...