Philippa Carr: Das Geheimnis von St. Branok

3453075110Philippa Carr: Das Geheimnis von St. Branok

Originaltitel: The Pool of St. Branok (1987)
übersetzt von Dagmar Roth
Verlag: Heyne Verlag
Seitenanzahl: 603 Seiten
ISBN-10: 3453075110
ISBN-13: 978-3453075115
Dies ist der 14. Teil der Töchter von England-Reihe.

Inhaltsangabe:

Endland im 19. Jahrhundert: Angelet Hanson, die Tochter von Annora und Rolf (aus „Sommermond“) wächst behütet in Cornwall auf. Ihre Kindheit ist geprägt von Sorglosigkeit. Mit zehn Jahren passiert ihr ein schreckliches Ereignis: Ein entlaufener Sträfling kreuzt ihren Weg am Teich von St. Branok, einem verschollenen Kloster. Ben, ein Jugendlicher und entfernter Verwandter, rettet sie aus einer sehr dramatischen Lage, dabei kommt der Sträfling zu Tode. Um weitere Schwierigkeiten zu vermeiden, versenken sie die Leiche des Mannes im Teich von St. Branok.

Kurz darauf reist Ben wieder nach Australien ab, da er von einem großen Goldfund gehört hatte. Angelet leidet lange unter diesem Ereignis und nur durch die Liebe und Fürsorge ihrer Familie und Grace, die zeitgleich mit dem Ereignis auf Cador auftauchte, kann sie wieder genesen.

Jahre später gibt sie ihr Debüt in London und lernt Gervaise Mandeville kennen. Er ist charmant, stammt aus einer guten Familie und liebt Angelet aufrichtig. Die Hochzeit ist schnell ausgerichtet, doch schon bald bemerkt sie, das Gervaise auch eine große Schwäche hat: Dem Kartenspiel!

Um den großen Schulden in London zu entgehen, beschließt das Paar ebenfalls nach Australien zu gehen in der Hoffnung auf einen großen Goldfund. Und da trifft sie Ben wieder, der es in den Jahren zu etwas gebracht hat. Offensichtlich liebt Ben sie und auch sie fühlt leidenschaftlich für ihn. Doch sie ist an Gervaise durch das Treuegelöbnis gebunden.

Werden Angelet und Ben doch noch zueinander finden? Und wer ist Grace wirklich, die Angelet immer wieder zum Ort des Geschehens mit dem Sträfling führt.

Mein Fazit:

Nach knapp drei Jahren habe ich nun endlich den 14.ten Teil dieser Serie gelesen. Und ich muss ehrlich gestehen, das ich anfangs Mühe hatte, den Verwandtschafts-Verhältnissen zu folgen. So viele Personen tauchen auf, die ich vergessen habe und wo ich tatsächlich die eine oder andere Rezie noch einmal lesen musste, um das Ganze zu verstehen. Aber das mag auch ein Problem meinerseits zu sein, auf zu viele Personen mit Verwirrung zu reagieren.

Am Anfang kam die Geschichte auch nicht so wirklich in Schwung. Zwar hatte natürlich alles seinen Sinn, warum die Autorin es beschrieb. Aber sicher hätte das eine oder andere auch gekürzt werden können. Erst ab dem Zeitpunkt, wo Angelet mit ihrem Mann Gervaise nach Australien ging, wurde es wirklich spannend. Ich möchte dabei anmerken, das die Autorin auch hier wieder auf tatsächliche Ereignisse wie den Krim-Krieg oder den Goldrausch in Australien zurück griff. Die Liebesgeschichte um Angelet und Ben ist natürlich frei erfunden.

Alles in allem eine weitere lesenswerte Forsetzung aus dieser Serie, aber längst nicht so gut wie die anderen. Auch hier gab es wieder eine gewisse Vorhersehbarkeit, was mir persönlich zwar den Lesespaß etwas nahm, aber dennoch wollte ich wissen, ob Ben und Angelet zusammen kommen und da musste ich bis zur buchstäblich letzten Seite lesen.

Dieses Buch erhält 3,5 von 5 Sternchen von mir.

Anmerkung: Die Rezension stammt von August 2009.

Veröffentlicht am 15.03.16!

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