Zivilprozess

usaZivilprozess (1998)
Originaltitel: A Civil Action

Regie: Steven Zaillian
Drehbuch: Steven Zaillian
Produktion: Rachel Pfeffer, Robert Redford, Scott Rudin
Musik: Danny Elfman
Kamera: Conrad L. Hall
Darsteller: John Travolta, Robert Duvall, Tony Shalhoub, William H. Macy, Kathleen Quinlan, Zeljko Ivanek, u.v.a.
Dauer: 115 Minuten

B00005QIXWInhaltsangabe:

Jan Schlichtmann (John Travolta) ist ein gerissener Bostoner Anwalt, der sich mehr auf Personenschadensfälle spezialisiert hat und dabei stets nur das große Geld sieht.

Eines Tages meldet sich eine gewisse Anne Anderson (Kathleen Quinlan) bei ihm – sie lebt in einem kleinen Ort nahe Boston und obwohl es eine eher ländliche Gegend am Fluß ist, sterben dort auffällig viele Kinder an Leukämie! Anne will kein Geld, sondern die Anerkennung ihres Leids und eine Entschuldigung, denn sie ist sich sicher, dass das Trinkwasser verseucht ist.

Zusammen mit seinem Team stürzt sich Schlichtmann nach anfänglichem Zögern in den Fall und sieht sich nicht nur in Jerome Facher (Robert Duvall) einen Gegner – sondern auch noch in dem Fall. Denn er erwächst sich zu einem Mammut-Projekt, das nicht nur den Geldbeutel übermäßig strapaziert, sondern auch die beruflichen Partnerschaften und den Stolz, den der Anwalt bislang hatte.

Mein Fazit:

Dieser Film beruht auf einer wahren Begebenheit und zeigt das amerikanische Rechts-System, das unserem in einigen Dingen ähnlich ist. Schlichtmann, grandios von John Travolta dargestellt, denkt, das ist ein Fall, der im Handumdrehen zu gewinnen ist. Viele Zeugen-Aussagen werden aufgenommen, Bodenproben genommen und ärztliche Gutachten erstellt. Doch Schlichtmann verliert irgendwann den Überblick und letztendlich auch den Blick auf die Realität.

Mir sind natürlich John Travolta und William H. Macy im Kopf haften geblieben, aber auch Kathleen Quinlan. Ihre Rolle ist eher nebensächlich, dennoch ist sie wichtig zum Verständnis des Falles. Sie ist das Gewissen von Schlichtmann, der Ansporn und die Kontroll-Instanz. Dabei strahlt die Darstellerin Ruhe und Würde aus, wie man es selten bei einer Schauspielerin erlebt.

Leider hinterließ der Film ein paar unbeantwortete Fragen und die Texte am Ende des Films waren nicht unbedingt so richtig zu lesen, so das ich 10% abziehe für die leichte Verwirrung am Ende. Ich hätte schon gern gewußt, was daraus wurde …

Aber ansonsten ist dieses Drama unbedingt zu empfehlen. Von mir bekommt er 90%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 21.04.2012.

Veröffentlicht am 20.03.16!

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