Die eiserne Lady

united_kingdomDie Eiserne Lady (2011)
Originaltitel: The Iron Lady

Regie: Phyllida Lloyd
Drehbuch: Abi Morgan
Produktion: Damian Jones, Colleen Woodcock, Anita Overland
Musik: Thomas Newman
Kamera: Elliot Davis
Darsteller: Meryl Streep, Jim Broadbent, Iain Glen, Susan Brown, Alice da Cunha, Phoebe Waller-Bridge, u.v.a.
Dauer: 105 Minuten

B007AQ1LAKInhaltsangabe:

Margaret Thatcher (Meryl Streep) kommt aus einfachen Verhältnissen, arbeitet schon in der Jugend im Krämerladen ihres Vaters und kann mit List und Fleiß ein Stipendium in Oxford bekommen. Ihr Vater prägt sie in ihrem Bestreben, ihren eigenen Weg gehen zu wollen.

Erste politische Schritte sind eher wackelig für die junge Frau, doch erst durch die Heirat mit dem Geschäftsmann Denis Thatcher machen aus ihr eine respektable Frau. Doch die politische Anerkennung lässt lange auf sich warten. Aber unbeirrbar geht sie ihren Weg, bis sie zur neuen Premier-Ministerin gewählt wird und die Chance bekommt, ihre Ideen umzusetzen, die vorher von ihren männlichen Kollegen ignoriert wurden.

Als der Krieg um die Falkland-Inseln entbrennt, muss sie Entscheidungen treffen und macht sich damit zur unumstrittenen „eisernen Lady“ auf der politischen Weltbühne.

Mein Fazit:

Meryl Streep ist die vielseitigste, glaubhafteste und überzeugendste Schauspielerin unserer Gegenwart. Keine Rolle ist ihr zu schwer, nichts ist für sie eine Hürde. Und immer wieder liefert sie eine grandiose Leistung ab mit einer bestechenden Brillianz und Authenzität.

Der Film beginnt mit einer alltäglichen Szene: Eine alte Frau geht eine Tüte Milch kaufen. Maggie Thatcher ist unter dem Kopftuch kaum zu erkennen, fast könnte man meinen, es wäre die echte Maggie Thatcher. Im weiteren Verlauf des Films offenbahrt sich dem Zuschauer eine Frau voller Melancholie und Trauer. Dennis (toll gespielt von Jim Broadbent) ist schon lange tot, und doch geistert er in ihren Gedanken, in ihrer kleinen Welt, die von Demenz immer mehr und mehr eingenommen wird. Hausangestellte und die Tochter übernehmen viele Dinge in ihrem Leben, und doch versucht sie selbst soviel wie möglich zu machen. Dabei stößt sie an ihre eigenen Grenzen und wirkt zuweilen wie ein kleines bockiges Kind.

Sie erinnert sich immer wieder an ihr Leben – mit ihrem Mann, mit ihren Zwilligen, in der Politik und in ihrem stillen Kämmerlein. Es kommt dabei nicht unbedingt auf ihre politische Karriere an, sonden eher auf ihr Empfinden, den Wandel und das eigene Gefühl, was ihre Entscheidungen im Land bewirkt haben.

Fasziniert und mit einer unendlichen Bewunderung habe ich diesen Film gesehen und ich kann kaum glauben, das er in den Medien so wenig Beachtung findet. Zu Recht hat Meryl Streep für diese Rolle ihren dritten Oscar und auch viele andere Preise gewonnen – sie ist fast verschwunden hinter der Figur Maggie Thatcher.

Für mich bekommt der Film 100% und ich hoffe, das Regisseurin Phyllida Lloyd und Meryl Streep noch öfter zusammen arbeiten werden, denn es kommen garantiert tolle Filme dabei heraus!

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 30.03.2012!

Veröffentlicht am 28.03.16!

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