Corinna Boman: Die Sturmrose

B00K1YDB4CCorinna Bomann: Die Sturmrose

erschienen 2015
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Seitenanzahl: 560 Seiten
ISBN-10: 3548286682
ISBN-13: 978-3548286686

Inhaltsangabe:

Die frischgeschiedene und somit alleinerziehende Annabel Hansen zieht mit ihrer fünfjährigen Tochter Leonie nach Binz, um sich eine neue Existenz als Werbekauffrau aufzubauen. Bis auf ihre Kindsheits-Träume kann sie auf eine sorglose Zukunft blicken.

Gerade hat sie einen Auftrag an Land gezogen, als sie im Hafen den alten Kutter „Sturmrose“ entdeckt. Sofort verliebt sie sich in das Schiff und sieht sich schon als Cafébesitzerin, da bemerkt sie einen „Konkurrenten“. Christian hat ebenso Interesse an der Sturmrose und schlägt Annabel daher ein Geschäft vor: Sie kaufen gemeinsam das Schiff und restaurieren es.

Sie können es kaufen und Annabel, Tochter eines Schiffbauers, kann die Restauration in die Wege leiten. Gerade, als sie sich auf dem Schiff umsieht und es ein wenig saubermacht, entdeckt sie einen Brief. Aus dem Inhalt geht hervor, das die Sturmrose einst ein Fluchtschiff war, der „Ausreisewillige“ aus der DDR in den Westen brachte.

Beseelt von der Idee, dieses Thema ins Zentrum der Restaurierung zu stellen, öffnet sich ihr Geschäftspartner, denn er selbst war mal auf der Sturmrose als Flüchtling. Und je mehr sie sich mit dem Schiff beschäftigt, desto mehr spürt sie auch ihre eigene Geschichte in sich arbeiten …

Mein Fazit:

Eines vorweg: Die Inhaltsangabe bei amazon.de ist ein wenig irreführend. Denn Annabel Hansen trifft Christian schon ziemlich gleich am Anfang der Geschichte und obwohl sie ihn kaum kennt und keinerlei genaueren Details besprochen wurden, kaufen sie zusammen das Schiff jeweils zu gleichen Teilen. Ich dachte nur: Herrje, wie kann man nur so dumm sein? Man gibt doch nicht einfach 10.000 (hart gesparte) Euro her zu einem Deal, wo man nicht allzu viele Details und Hintergrundwissen hat und schon gar keinen Vertrag. Es soll ja so mutige Menschen geben, aber sympathisch ist es nicht!

Im weiteren Verlauf wurde ich etwas Versöhnlicher, denn die Geschichten um das System der DDR haben mich schon interessiert. Ich bin in Westdeutschland geboren und aufgewachsen, daher kenne ich solche Geschichten nicht aus erster Hand. Es ist erschreckend, wie perfide die Stasi mit ihren Bürgern umgegangen ist. Die Lebensgeschichten, die in diesem Roman vorkommen, geben gute Einblicke, was mit den Menschen geschehen ist, die nicht ganz systemkonform waren.

Die Liebesgeschichte ist soweit ok, allerdings konnte ich mich trotz aller Bemühungen nicht für Annabel und Christian erwärmen. Annabel lässt ihre kleine schlafende Tochter allein, und das ganz frisch nach dem Umzug und Christian war für mich von Anfang bis Ende allglatt, nicht fassbar! Und die ständige Erwähnung ihres Ex-Mannes bzw. von seinen Fehlern empfand ich zuweilen als sehr störend und überflüssig. Irgendwann hatte ich verstanden, dass er ein Mistkerl war!

Insgesamt ist er mir nur drei Sterne wert, schade, daraus hätte man mehr machen können.

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

Veröffentlicht am 09.04.16!

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