Kate Morton: Der verborgene Garten

3453290631Kate Morton: Der verborgene Garten

Originaltitel: Forgotten Garden (2009)
übersetzt von Charlotte Breuer und Norbert Möllemann
Verlag: Diana Verlag
Seitenanzahl: 640 Seiten
ISBN-10: 3453290631
ISBN-13: 978-3453290631

Inhaltsangabe:

Nell Andrews stirbt 2005 im Alter von 96 Jahren. Cassandra, ihre Enkelin, bekommt ihr Erbe zugesprochen. Und ein Haus in Cornwall.

Cassandra, vom Leben auch nicht gerade verwöhnt, fühlte sich zu Nell immer besonders hingezogen. Als sie vom Haus in Cornwall erfährt, wird ihre Neugier geweckt. Nell’s Herkunft ist ungewiß, sie wurde 1913 im Hafen Maryborough aufgelesen, als sie vier Jahre alt war. Niemand wußte, woher sie kam und wie ihr wirklicher Name war. An Nell’s 21. Geburtstag erfährt sie, das es nicht ihre leiblichen Eltern sind. Seither hat sich Nell auf die Suche nach ihrer Identität gemacht und ein Hinweis ist das Märchenbuch von Eliza Makepeace. 1975 hatte sich Nell schon auf die Spuren ihrer Vergangenheit gemacht, war aber nie wirklich hinter das dunkle Geheimnis gekommen.

Nun nimmt Cassandra die Chance wahr, reist nach Cornwall und begibt sich in die dunklen Familiengeheimnisse, die auf Blackhurst nur darauf warteten, entdeckt zu werden und dabei macht sie viele erstaunliche Entdeckungen.

Mein Fazit:

„Der verborgene Garten“ erzählt eine Geschichte von mehreren Frauen verschiedener Generationen. Da ist zum einen Nell, die am Anfang der Geschichte stirbt. Die Familie weiß nicht viel über Nell, da sie sich in den letzten Jahrzehnten zurück gezogen hat. Niemanden hat sie erzählt, was für Nachforschungen sie angestellt hat, um ihre wahre Identität herauszufinden.

Ebenso spielen Cassandra und Eliza Makepeace eine entscheidende Rolle, die sich in gewisser Weise ähnlich sind. Cassandra ist seid zehn Jahren in Trauer; sie hat Mann und Kind bei einem Autounfall verloren. Eliza hat ihre Mutter und ihren Zwillingsbruder in den Armen-Viertel von London Ende des 19.ten/ Anfang des 20.ten Jahrhunderts verloren und beide behielten somit ihre innere Stärke bei, trotz aller Widerstände.

Die Geschichten um diese drei Frauen sind in jeweiligen Kapiteln erzählt. Die Autorin hat immer das Ort und die Jahreszahl dazu genannt, was mir als Leserin sehr geholfen hat, den Überblick nicht zu verlieren. Aber diese drei Hauptstränge, die ja auch alle drei den sogenannten „roten Faden“ darstellen, irritierten mich zuweilen etwas. Manchmal musste ich überlegen, welche Information welche Person herausgefunden hat.

Die Autorin hat es verstanden, ganz geschickt viele kleine Puzzle-Teile so zu zerstreuen, das man nicht wirklich auf des Rätsels Lösung kam. Ich hatte zwar schon am Anfang einen Verdacht (der sich auch bestätigte), aber zwischendurch war ich mir dann nicht so sicher. Denn es kamen immer wieder neue Informationen hinzu, die neue Fragen aufwarfen.

Die letzten zweihundert Seiten habe ich dann fast am Stück gelesen, da ich es nun unbedingt wissen wollte, was wirklich passiert ist und wer nun Nell’s Eltern sind. Das Ende ist logisch und in der Handlung schlüssig, so grausam wie es auch erscheinen mag.

Ein Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann, es bekommt 4,5 von 5 Sterne!

Anmerkung: Die Rezension stammt aus Oktober 2009.

Veröffentlicht am 18.04.16!

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