Sunshine

united_kingdomSunshine (2007)

Regie: Danny Boyle
Drehbuch: Alex Garland
Produktion: Andrew Macdonald, Bernard Bellew
Musik: John Murphy
Kamera: Alwin H. Kuchler
Darsteller: Cillian Murphy, Chris Evans, Rose Byrne, Cliff Curtis, Michelle Yeoh, Chipo Chung, u.v.a.
Dauer: 107 Minuten

B000V52B92Inhaltsangabe:

Die Sonne stirbt. Schon seit Jahren ist die Welt in einer beklemmenden Dunkelheit gehüllt. Die einzigste Hoffnung der Menschheit ist die Ikarus II. Vor sieben Jahren war bereits die Ikarus I auf die gleiche Mission geschickt worden, aber man hat nie wieder ein Lebenszeichen von ihr erhalten.

Die achtköpfige Crew von der Ikarus II hat Sauerstoff und Lebensmittel für mehrere Jahre. Sie transportieren eine interstellare Bombe, die in der Sonne einen neuen Stern erzeugen soll, um somit die Menschheit vor dem Aussterben zu bewahren. Ein Manko: Es ist nie geprobt worden! Niemand weiß, ob die Bombe tatsächlich zündet und ob es wirklich einen neuen Stern in der Sonne gibt.

Es geht alles soweit gut, bis sie ein schwaches Signal hören: Von der Ikarus I! Die Crew steht vor einer schwierigen Entscheidung: Sollen sie ihre Mission fortsetzen mit nur einer Bombe oder einen Umweg machen, um eventuell eine zweite Bombe und vielleicht auch Sauerstoff für den Rückflug zu haben? Denn der Botanik-Garten hat durch einen technischen Zwischenfall Feuer gefangen. Der Physiker Capa (Cillian Murphy), der die Bombe auch zünden soll, rät zum Umweg zur Ikarus I. Aber damit ist das Ende der Menschheit schon fast besiegelt, denn es wird eine Verkettung unglückliche Umstände in Gang gesetzt, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Mein Fazit:

Ein atemberaubender Film, ich kann es nur so sagen. Die Story ist sowohl originell als auch realitätsbezogen. Das ausgerechnet Alex Garland das Drehbuch geschrieben hat, hat bei mir ein erstauntes „Oh“ entgleiten lassen.

Von Anfang an spielt der Film im All. Die Special Effects, die Computer-Animation und die Idee und Ausstattung (inklusive des liebevoll sprechenden Computers) sind so optimal abgestimmt, das ich überhaupt keinen Zweifel daran habe, das es tatsächlich mal so sein könnte. Als der Board-Computer selbstständig die Kontrolle über das Schiff nahm, mußte ich bei dem darauffolgenden Dialog zwischen Computer und Crew schmunzeln. Ein sehr eigensinniges System *smile*

Die Schauspieler sind bis auf zwei (Chris Evans und Cillian Murphy) gänzlich unbekannt. Dennoch zeigen sie alle eine Top-Leistung und ich bin mir sicher, das dieser Dreh selbst für erfahrene Schauspieler eine große Herausforderung gewesen wäre. Toll umgesetzt, die Geschichte!

Aber es gibt auch ein paar Kritikpunkte. Ich persönlich denke, das Menschen mit psychischen Störungen sehr wohl überlegen sollten, sich diesen Film anzusehen. Denn er fordert auch vom Zuschauer einiges ab. Die visuellen Effekte können -meiner Meinung nach- bei einem labilen Menschen schon Anfälle auslösen! Und zwischendurch wirkte die Geschichte etwas unglaubhaft. Es verlief dann ins Unnatürliche, wobei der Rest des Films authentisch wirkte!

Alles in allem ein tolles Kino-Erlebnis.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 03.04.2008.

Veröffentlicht am 20.04.16!

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