Maria W. Peter: Fortunas Rache

3404922697Maria W. Peter: Fortunas Rache

erschienen 2007
Verlag: Bastei Lübbe (BLT)
Seitenanzahl: 320 Seiten
ISBN-10: 3404922697
ISBN-13: 978-3404922697
Dies ist der 1. Teil der Sklavin Invita-Reihe.

Inhaltsangabe:

Im Dritten Jahrhundert nach Christus, Trier: Die 17jährige Invita ist Sklavin im ersten Haus der Stadt, des Statthalters. Obwohl sie ein Findelkind ist, kam sie in den Genuss von gewisser Bildung. So wird ihre Sehnsucht nach immer wieder neuen Schriftrollen zum Verhängnis; sie bringt sich immer wieder in Schwierigkeiten.

Der gutmütige und schüchterne Mitsklave Modestus kehrt von einem Botengang nicht zurück. Gleich wird vermutet, dass Invita etwas damit zu tun hat. Und obwohl sie sich bewusst ist, dass sie unter scharfer Beobachtung steht und ihr sowieso alles angelastet wird, was im Haus passiert, kann sie ihre Neugier nicht zügeln. Und so bringt sie sich immer wieder in neue Schwierigkeiten, die harte Strafen zur Folge haben.

Wird Modestus’ Verschwinden noch aufgeklärt? Und was verbirgt sich hinter Selena, der Heilerin, die Invita immer wieder kryptische Andeutungen offenbart …

Mein Fazit:

Dieses Buch bekam ich überraschend von der Autorin geschenkt mit einer sehr lieben Widmung. Ich war zuerst skeptisch, da mich historische Kriminalromane sonst nicht unbedingt anziehen. Ich habe da auch schon die eine oder andere schlechte Lektüre gehabt. Aber ich wollte dem Buch trotzdem eine Chance geben und ich bereue es nicht.

Dieses Buch ist der Auftakt einer Serie, nämlich der Sklavin Invita, die erst 17 Jahre alt ist und durchaus Verstand hat. Sie kann lesen und schreiben und neben Latein auch noch griechisch verstehen. Gerade dies bringt sie immer wieder in Schwierigkeiten, denn sie liest für ihr Leben gern. Da sie als Sklavin jedoch kein Eigentum hat, muss sie sich die Schriftrollen ausborgen, wobei man sie stets erwischt.

Das Verschwinden des Mitsklaven Modestus stachelt zuerst ihre Neugier an. Doch sie lässt sich immer wieder irgendwie bei verbotenen Dingen (und das sind ziemlich viele) erwischen und so gerät sie unter Verdacht, mit dem Verschwinden etwas zu tun zu haben. Da Sklaven bekanntermaßen keine Glaubwürdigkeit haben, ist sie auf die Gnade des Fatum (Schicksal) angewiesen.

Es ist der Debüt-Roman der Autorin. Jedoch zeugt die Geschichte, aus der Sicht von Invita erzählt, ein hohes Maß an historischer Authentizität. Viele Dinge werden so nebenbei erklärt und ich bekam als Leserin einen guten Einblick in das Leben des römischen Imperiums. Viele Recherchen haben die Autorin begleitet und das merkt man diesem Buch auch auf jeder Seite an. Da ich früher mal dem Spiel „Cäsar“ sehr zugetan war, war mir das eine oder andere durchaus ein Begriff, aber das Buch führt einen noch tiefer in das römische Reich hinein.

Von der ersten Seite an ist es spannend, Invitas Gedanken und Handlungen für mich nachvollziehbar. Einzig die Brutalität, die zu damaligen Zeit auf der Tagesordnung stand, schreckte mich etwas ab. Denn Invita hat die (zum Himmel schreiend ungerechten) Strafen bekommen und es war schon recht grausam. Auch wenn es ungerecht klingen mag, aber dafür gebe ich einen Punkt Abzug. Ich hoffe, dass die Nachfolge-Bände nicht so brutal sind. Lesen will ich sie auf jeden Fall.

Vier Sterne für dieses packende Debüt.

Veröffentlicht am 24.04.16!

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