Das Schicksal ist ein mieser Verräter

usaDas Schicksal ist ein mieser Verräter (2014)
Originaltitel: The Fault in Our Stars

B00KXQL0HSRegie: Josh Boone
Drehbuch: Scott Neustadter, Michael H. Weber
Produktion: Marty Bowen, Isaac Klausner, Wyck Godfrey
Musik: Mike Mogis, Nate Walcott
Kamera: Ben Richardson
Darsteller: Shailene Woodley, Ansel Elgort, Nat Wolff, Laura Dern, Sam Trammell, Willem Dafoe, u.v.a.
Dauer: 126 Minuten
Romanvorlage: „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green

Inhaltsangabe:

Hazel (Shailene Woodley) ist zwar erst sechszehn Jahre alt, aber bereits sehr krank. Mit dreizehn Jahren wurde bei ihr Schilddrüsen-Krebs Stadium 4 entdeckt und nun hat sie Tumore in der Lunge, weshalb sie ständig einen kleinen dünnen Schlauch an der Nase hat, der sie mit reinem Sauerstoff versorgt.

Weil sie weiß, dass sie bald sterben muss, hat sie kaum Kontakte zu anderen Jugendlichen. Sie möchte niemanden weh tun. Und den Besuch bei der Selbsthilfe-Gruppe macht sie eigentlich auch nur ihren Eltern zuliebe. Gerade ihre Mutter Frannie (Laura Dern) ist ziemlich stark in die Krankheits-Geschichte involviert.

Doch schon beim zweiten Meeting lernt sie Gus (Ansel Elgort) kennen und ist sofort von seiner unkonventionellen und selbstironischen Art fasziniert. Auch er ist bereits mit Krebs in Berührung gekommen und hat daher ein Bein verloren.

Gus erfährt von ihrem Lieblings-Autor Peter Van Houten (Willem Dafoe), der jedoch in Amsterdam lebt. Der Autor lädt Hazel ein und da die Familie es sich nicht leisten kann, ermöglicht Gus ihr die Reise. Sie ist überglücklich. Diese Reise wird für beide zu einem unvergesslichen Erlebnis …

Mein Fazit:

Tja, da habe ich wohl eine ganze Menge verpasst. Nicht nur die Buchvorlage, sondern auch den entsprechenden Film dazu. Gott sei Dank wurde ich jetzt darauf aufmerksam.

Shailene Woodley und Ansel Elgort kannten sich ja schon aus dem gemeinsamen Projekt „Die Bestimmung“. Und das erklärt für mich auch eine gewisse Vertrautheit, die das Paar in diesem Film ausstrahlte. Ich kann es nicht genau erklären, aber ich hatte von Anfang an das Gefühl, das sie sich sehr gut kennen und transportierten es wunderbar auf die Leinwand. Ich glaube nicht, dass der Regisseur sich sehr anstrengen musste. Sollte es tatsächlich anders gewesen sein, dann ist es schon eine starke Schauspiel-Kunst. Denn irgendwie gehörten die beiden, die nicht nur das Schicksal, sondern auch die Unerfahrenheit in Sache Liebe und Freundschaft teilten, zusammen. Für mich war es irgendwie selbstverständlich, dass sie ein Paar wurden. Alles andere hätte mich gewundert.

Es ist sowohl eine sehr tragische wie auch berührte Liebesgeschichte. Sie sind beide sehr krank und doch versuchen sie dem bevorstehenden Tod noch etwas abzugewinnen, bereiten sich sogar darauf vor (proben die Grabrede etc.) und teilen wenige Augenblicke von tiefer Intimität und Liebe. Hazel will anfangs gar nicht so wirklich was von Gus wissen, aber er drängelt sich ihr nahezu auf. Und es ist auch bald ziemlich deutlich, dass Gus mehr für sie empfindet als nur Freundschaft. Doch Hazel will es nicht, hält ihn ein wenig auf Abstand. Sie will ihn nicht verletzen, weil sie glaubt, eher zu sterben als er. Aber Hazel muss dann doch erkennen, das die Krankheit Krebs eben doch so unberechenbar und manchmal schwer beherrschbar ist.

In diesem Film passt alles zusammen: Junge und erfrischend glaubhafte Schauspieler, eine sehr dramatische Geschichte, gespickt mit witzigen Dialogen und mit toller Musik untermalt. Ich habe das Buch dazu leider noch nicht gelesen, werde es aber bald nachholen, denn das Buch wird bestimmt das eine oder andere noch mehr erzählen können. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und musste auch ein paar Tränchen weinen.

90% ist mir der Film wert und kann es nur empfehlen!

Veröffentlicht am 30.04.16!

image_pdf

Einen Penny für Ihre Gedanken ...