Tina – What’s Love Got To Do With It

usaTina – What’s Love Got To Do With It (1993)
Originaltitel: What’s Love Got To Do With It

Regie: Brian Gibson
Drehbuch: Kate Lanier
Produktion: Barry Krost, Doug Chapin, Mario Iscovich
Musik: Stanley Clarke
Kamera: Jamie Anderson
Darsteller: Angela Bassett, Laurence Fishburne, Penny Johnson, Virginia Capers, Khandi Alexander, Rae’Ven Larrymore Kelly, u.v.a.
Dauer: 118 Minuten
Romanvorlage: „Ich, Tina“ von Tina Turner und Kurt Loder

B00005AXKXInhaltsangabe:

Anna Mae Bullock (Angela Bassett) kommt als 17jährige in den 50er Jahren nach St. Louis zu ihrer Mutter und ihrer Schwester Darlene (Khandi Alexander). Darlene ist es auch, die Anna mit in den Club mitnimmt. Dort tritt regelmäßig der King of Rythm ’n‘ Blues auf: Ike Turner (Laurence Fishburne).

Als Anna bei Ike auf der Bühne spontan mitsingt, ist ihr Schicksal besiegelt. Er spannt sie sofort mit in seine Band ein und schon bald geht es ab auf Tournee. Sie verliebt sich in Ike und schon bald kommt der erste Sohn. Nach einer Blitzhochzeit ist sie plötzlich Tina Turner und sie tingeln erfolgreich durch das ganze Land.

Doch der Erfolg hat auch seine Schattenseiten. Ike kommt mit dem Erfolg nicht zurecht und nimmt Drogen. Sobald er unter zu großem Druck steht, verprügelt er sie und betrügt sie mit anderen Frauen. Doch weil sie selbst einmal von ihrer Mutter verlassen wurde, kann sie ihn trotz der Prügel nicht verlassen.

Jahrelang macht sie die Tortur mit, läßt sich von ihm schlagen und macht sogar für ihn die Interviews. Sie zieht seine Kinder mit groß (auch die Söhne von Lorraine (Penny Johnson)) und sorgt stets dafür, das er einigermaßen ausgeglichen ist. Als er sie bei einer Studioaufnahme zu Nutbush-City wieder mißhandelt und vergewaltigt, will sie Selbstmord begehen. Doch Ike interessiert es nicht. Sie findet Trost und Zuspruch bei Lorraine und beginnt, sich langsam zu wehren. Aber der Preis, den sie für ihre Karriere und ihre Ehe zahlen muss, ist weitaus höher, als scheinbar angenommen!

Mein Fazit:

Ich habe den Film schon einige Male gesehen und ihn beim Bügeln heute nachmittag eingelegt. Angela Bassett und Laurence Fishburne sind das perfekte Schauspieler-Paar und sie haben sehr überzeugend das Duo „Ike & Tina Turner“ gespielt. Und ich meine auch, das sie selbst gesungen haben.

Angela Bassett hat sogar so überzeugend gespielt, das man sie als Tina Turner ansieht. Ein beklemmendes Werk über ein Leben, das es wirklich gegeben hat. Wohl aus technischen Gründen wurden einige Tatsachen etwas verdreht. So ist Ike Turner z. B. nicht ihr erster Mann im Leben gewesen. Sie hatte vor ihm schon einen unehelichen Sohn geboren. Und sie hatte zwischendurch sogar als Dienstmädchen gearbeitet, bevor sie Ike kennen gelernt hatte. Die häßlichen Szenen, wie sie im Buch beschrieben sind, hat man wohlweislich weggelassen. Aber was gezeigt wurde, spricht auch schon mehr als nur Bände!

Ich habe vor dieser Frau einen Riesen-Respekt, denn trotz der miserablen Ehe hat sie den Glauben an die Liebe und an die Männer nicht verloren und nach der Ehe ein ausgefülltes Leben geführt (bis heute, sie lebt ja noch), nicht zuletzt durch ihre Freunde wie z. B. David Bowie, der ihr durch einen dummen Zufall zur neuen Karriere verhalf. Ein Film, der berührt und gleichzeitig aufzeigt, das es im Show-Geschäft nicht immer nett zugeht.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 03.04.2008.

Veröffentlicht am 03.05.16!

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