Besondere Schwere der Schuld

germanyBesondere Schwere der Schuld (2014)

Regie: Kaspar Heidelbach
Drehbuch: Sascha Arango
Darsteller: Götz George, Hanno Koffler, Hannelore Elsner, Thomas Thieme, Manfred Zapatka, Hans Martin Stier, u.v.a.
Dauer: 89 Minuten

crime_timeInhaltsangabe:

Vor 30 Jahren wurde Anita getötet, ihr Neugeborenes wurde nie gefunden. Die damaligen Ermittler Heinz Braun (Thomas Thieme), Klaus Barner (Manfred Zapatka) und Fritz Reet (Hans Martin Stier) schoben es dem Berufs-Verbrecher Joseph Komalschek (Götz George) in die Schuhe. Nach 30 Jahren kommt er aus dem Gefängnis frei. Obwohl er nie den Mord an Anita gestanden hat, scheint er noch ziemlich genau zu wissen, wer es getan hat.

In der Nachbarschaft der drei damaligen Ermittler liegt seine Wohnung, in die er zurückkehrt. Von der Polizei wird er offen beschattet, unter anderem von Tom Barner (Hanno Koffler), dem Sohn des damaligen Ermittlers Klaus Barner und seiner Frau Agnes Barner (Hannelore Elsner).

Es wird die Hoffnung gehegt, dass Komalschek die Ermittler zu den Leichen von Anita und ihrem Baby führt. Die Gebeine von Anita werden tatsächlich gefunden. Doch wo ist das Kind? Das fragt Joseph seine Nachbarn immer wieder und bringt damit ihre heile Welt ins Wanken.

Was ist damals mit Anita und ihrem Baby geschehen? Und warum sucht Joseph so sehr das Kind von Anita?

Mein Fazit:

Götz George in seiner vorletzten TV-Rolle! Der Film wurde diese Woche anlässlich seines bekanntgewordenen Todes ausgestrahlt und wir wollten den Rauhbein gerne noch einmal sehen.

Der Film lohnt sich aber nur, wenn man Götz George wirklich gern sehen möchte. Denn er ist eben die anziehende Figur zu einem sonst zuweilen lahmen Drehbuch. Herrlich, wie Joseph Komalschek mit seinem Hinkebein durch die Stadt läuft. Bei jedem Schritt tick tick tick. Denn dem Berufs-Verbrecher wurde damals bei der Festnahme das Knie zerschossen und der Unterschenkel wurde amputiert. Seither trägt er eine Prothese, die er selbst pflegt und repariert. Und obwohl er eben dieses Handicap hat, kann er seine „Schatten“, die drei jungen Polizisten in Zivil, mehrmals abschütteln und Dinge erledigen, die ihm sehr am Herzen liegen, z. B. nach den Gebeinen von Anita suchen oder seine Nachbarn passiv terrorisieren.

Neben Hannelore Elsner ist Götz George der Star des Films. Alle anderen wirken da ein bisschen unbeholfen und laienhaft. Das zuweilen lahme Drehbuch half auch nicht gerade. Die Geschichte selbst wirft noch die eine oder andere Frage auf, aber es ist schon ein bisschen vorhersehbar!

Mein Urteil ist kurz und schmerzlos: 60%. Wäre nicht Götz George mit seiner seinen grandiosen Mimik dabei gewesen, bekäme der Film noch weniger!

Veröffentlicht am 05.07.16!

 

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