Weisser Oleander

usaWeisser Oleander (2002)
Originaltitel: White Oleander

Regie: Peter Kosminsky
Drehbuch: Mary Agnes Donoghuey
Produktion: Hunt Lowry, John Wells, E.K. Gaylord II
Musik: Thomas Newman
Kamera: Elliot Davis
Darsteller: Alison Lohman, Michelle Pfeiffer, Renée Zellweger, Robin Wright, Amy Aquino, John Billingsley, u.v.a.
Dauer: 109 Minuten
Romanvorlage: „Weisser Oleander“ von Janet Finch

B00007146SInhaltsangabe:

Astrid Magnussen (Alison Lohman) ist gerade in die Pubertät reingekommen, als ihre Mutter Ingrid Magnussen (Michelle Pfeiffer) ihren Freund Barry mit dem Oleander-Saft tötet. Ingrid ist Fotografin und lebt das exzentrische Leben einer Künstlerin. Ihre Tochter scheint sie mit ihrer Liebe zu erdrücken, gibt ihr aber nicht das, wonach sie sich sehnt: Ihre wahre Identität!

Ingrid muss für 35 Jahre ins Gefängnis und Astrid wird der Fürsorge unterstellt. Ihr Leben ändert sich schlagartig, als sie in den Haushalt der durchgeknallten Starr Thomas (Robin Wright Penn) kommt. Sie hat drei Kinder, die ihr im Grunde egal sind und ihr Freund Ray (Cole Hauser) ist eigentlich mit einer anderen verheiratet. Ray findet Gefallen an der noch sehr kindlich wirkenden Astrid und beschwört somit ein Drama herauf, wo sie angeschossen ins Krankenhaus eingeliefert wird.

Nach einem kurzen Aufenthalt in einem Jugendheim kommt sie zu den Richards. Claire (Renée Zellweger) ist unglücklich mit Mark verheiratet, doch zum ersten Mal fühlt sich Astrid wirklich zu Hause. Doch dann beginnt Ingrid aus dem Gefängnis heraus Astrids Leben zu beeinflussen, das sie schließlich wieder im Jugendheim landet. Dort lernt sie einen jungen Mann kennen, der ihre Liebe zum Zeichnen teilt und mit dem sie sich versteht. Heimlich schmieden sie Pläne, aber diese scheinen plötzlich wieder in weite Ferne gerückt!

Astrid sammelt sich Mut zusammen, um mit der starken Persönlichkeit ihrer Mutter fertig zu werden, die sie selbst nach Astritds Lossagung noch ihr Leben beeinflusst. Aber dann hat die fast erwachsene Astrid die Fäden in der Hand.

Mein Fazit:

Wow … was für ein Drama! Ich bin beeindruckt von dieser tiefen Geschichte um Ingrid und Astrid. Mir ist Alison Lohman vorher überhaupt nicht aufgefallen. Zum Zeitpunkt des Dreh’s muss sie so Anfang 20 gewesen sein. Sie hat die Rolle der Astrid voll und ganz ausgefüllt. Die Darstellung der desillusionierten Persönlichkeit, die unter der starken Präsenz der Mutter litt, hat mir sehr gut gefallen. Überzeugend und mit einer stillen Kraft, die vor allen Dingen durch das Spiel mit den Augen ausdrückt wurde! Toll, von ihr werden wir sicher noch viel sehen!

Michelle Pfeiffer -zwar auch in einer absolut überzeugenden Rolle- hatte wohl das Nachsehen. Aber ich glaube, insgeheim hat sie sich mit Alison Lohman als Film-Tochter sehr wohl gefühlt! Diese zwei Frauen haben die Magie des Films eingefangen und auf den gesamten Film übertragen. Da ist dann nur noch Renée Zellweger, die als Hauptfigur einen bleibenden Eindruck hinterläßt. Allersamt Frauen, die tief insich große Probleme hatten, sie aber vor aller Welt zu verbergen versuchten!

Ich persönlich kann diesen Film nur empfehlen, völlig egal, wie das Buch ist. Die Story ist klasse und hinterläßt in jedem Fall Spuren beim Zuschauer. Schauspielkunst der extra-Klasse!

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 19.03.2008.

Veröffentlicht am 10.07.16!

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