Evelyn

irelandEvelyn (oder auch „Ein Vater kämpft um seine Kinder“) (2002)
Originaltitel: Evelyn

Regie: Bruce Beresford
Drehbuch: Paul Pender
Produktion: Pierce Brosnan, Kevan Barker, Simon Bosanquet
Musik: Stephen Endelman
Kamera: Andre Fleuren
Darsteller: Aidan Quinn, Pierce Brosnan, Stephen Rea, Julianna Margulies, John Lynch, Sophie Vavasseur, u.v.a.
Dauer: 94 Minuten

B000AFEJ7AInhaltsangabe:

Irland, 50er Jahre: Desmond Doyle (Pierce Brosnan) ist ein arbeitsloser Maler und schaut gern mal etwas tiefer ins Glas. Doch es ist auch seine Eifersucht, die seine Frau dazu treibt, ihn zu verlassen und nach Australien auszuwandern. Die Kinder hat sie bei ihm gelassen.

Die Behörden befinden Desmond für erziehungsunfähig und bringen die Kinder in katholischen Heimen unter. Er ist am Boden zerstört und weiß nicht, wie er sie zurückholen kann. Bernadette Beattie (Julianna Margulies) erkennt die Not des Mannes und stellt ihm ihren Bruder Michael Beattie (Stephen Rea) vor, der Anwalt ist. Dieser ist zudem mit dem smarten amerikanisch-irischen Anwalt Nick Barron (Aidan Quinn) befreundet.

Gemeinsam suchen sie einen Weg, Desmond zu helfen. Doch wie erwartet verliert er den Prozess. Nach einigen Rückschlägen finden sie doch noch einen Weg, die Kinder zurück zu bekommen: Indem sie das Gesetz zum Schutze des Kindes gegen die Verfassung stellen, denn diese besagt, das beide Elternteile das Recht auf die Gesellschaft ihrer Kinder hätten.

Ganz Irland hält den Atem an und verfolgt gespannt Demonds Weg.

Mein Fazit:

Pierce Brosnan mal in einer ganz anderen Rolle zu sehen, ist schon etwas Besonderes. Mir hat die Rolle gut gefallen. Desmond ist eine Figur, die ein bißchen Pech im Leben hatte. Arbeitslos und dann doch zu sehr dem Alkohol zugesprochen, verlässt ihn seine Frau. Einzig die Kinder geben ihm Halt, auch wenn es danach im Haushalt nicht so klappt. Aber er gibt sich Mühe. Zur Tochter Evelyn (grandios gespielt von Sophie Vavasseur) hat er ein besonderes Verhältnis, sie war sein Liebling. Und sie ist es auch, die alles für die Familie entscheiden kann und mit ihrer aufrichtigen und ehrlichen Art die Herzen der Richter und des Volkes im Sturm erobert.

Dieser Film beruht auf einer wahren Geschichte und es ist einfach unfaßbar, welche Gesetze es in Irland gab. Es wurde dem verlassenen Vater obendrein auch noch die Kinder genommen, nur weil die Mutter nicht ihr Einverständnis zu dem Ganzen gegeben hat. Man hat ihm gar keine Chance gelassen, sich zu bewähren. Sehr viele Kinder lebten aufgrund dieses Gesetztes in Heimen und wie die Geistlichen mit den Kindern umging, ist heutzutage undenkbar. Aufgrund diesen Falles wurden sehr viele Kinder wieder nach Hause geschickt und es gab eine Änderung im Gesetz.

Das allein ist schon genug Stoff für einen berührenden und ergreifenden Film. Aber dann noch mit grandiosen Darstellern besetzt, der passenden melancholischen irischen Musik unterlegt, kann man einfach nicht anders, als gespannt der Geschichte um Desmond und Evelyn zu verfolgen. Ich war und bin ganz angetan und würde den Film immer wieder gern sehen. Von mir bekommt er 90%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 12.09.2010!

Veröffentlicht 22.08.16!

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