The Book of Eli

usaThe Book of Eli (2010)

Regie: Albert Hughes, Allen Hughes
Drehbuch: Gary Whitta
Produktion: Brad Arensman, Yolanda T. Cochran, Susan Downey
Musik: Atticus Ross, Leopold Ross
Kamera: Don Burgess
Darsteller: Denzel Washington, Gary Oldman, Mila Kunis, Jennifer Beals, Ray Stevenson, Evan Jones, u.v.a.
Dauer: 118 Minuten

B003BY0S6IInhaltsangabe:

2044: 30 Jahre nach einer atomaren Katastrophe ist die Welt lebensfeindlich geworden. Die Ozon-Schicht ist so stark beschädigt, das man ohne Sonnenbrille nicht das Haus verlassen kann. Es gibt nicht mehr viel Leben auf der Erde, Pflanzen und Tiere sind so gut wie verschwunden und übrig bleibt eine karge Wüste. In dieser Welt ist Wasser das kostbarste Gut und kann oft nur mit einem hohen Einsatz ertauscht werden. Es herrscht das Gesetz des Stärkeren und wer noch Reserven an Waffen, Benzin und Wasser hat, hat die größten Überlebenschancen.

In dieser Welt ist ein Wanderer unterwegs: Eli (Denzel Washington). Er will nach Westen, um ein Buch an einen Ort voller Hoffnung zu bringen – die letzte Bibel dieser Welt! Denn mit diesem Buch soll den Menschen Hoffnung, Glauben und Kraft gegeben werden, um die Welt wieder aufzubauen.

Doch da ist auch Carnegie (Gary Oldman), der ebenfalls von der Kraft dieses Buches weiß und damit sich ein neues Imperium aufbauen will, um die Menschen für sich zu unterwerfen und zu kontrollieren. Als er heraus findet, das Eli dieses Buch hat, wird er gejagt. Doch wird er Eli wirklich aufhalten können? Wird Carnegie die Macht ansich reißen können?

Mein Fazit:

Mit großer Erwartung bin ich an diesen Film herangegangen. Den Film wollte ich damals schon im Kino sehen, bin aber leider etwas davon abgekommen. So habe ich mir gleich die DVD besorgt.

Was fand ich in diesem Film vor? Der Alptraum eines jeden Menschen – eine fast zerstörte Welt. Bereits 30 Jahre liegt die Katastrophe zurück, es ist im Film vom Krieg die Rede. Weshalb, wird nicht genau erklärt, Eli meint, es könnte wegen der Religion gewesen sein. Er selbst ist einer der wenigen, die noch Erinnerungen an die alte Welt haben, wie üppig es war, wie gut es den Menschen ging und vor allen Dingen, wie sie durch die Kraft der Bibel neue Hoffnung schöpfen konnten.

Eli selbst empfindet sich als sehr religiös, hat aber keine Skrupel, einen Menschen die Hand abzuhacken. Natürlich nicht aus einer Laune heraus. Er verteidigt sich selbst mit einer unglaublichen Präzision, es mutet schon fast an, wie ein Unsterblicher. Er tritt auch für Schwächere ein, die sich selbst nicht wehren können. Dies geschieht aber nur nebenbei, denn er hat sein Ziel – nach Westen!

Carnegie, toll gespielt von Gary Oldman, kontrolliert eine Stadt in der Wüste, weiß von Wasserquellen und schickt seine brutalen Männer los, um eine Bibel zu finden. Er weiß, das nur dieses Buch ihn in seinem Streben nach Macht helfen kann und opfert dafür fast alles, sogar seine starken Männer. Doch dieses Buch wird ihm in seiner Gier auch zum Verhängnis.

Der ganze Film ist düster dargestellt, zeitweilig wirkt er wie ein Schwarz-Weiß-Film. Die Atmosphäre ist rauh und schonungslos. Die Figur Eli ist sonderbar, geheimnisvoll und der Zuschauer neigt dazu, ihn zu heroisieren. Doch da liegt der Knackpunkt im Film, der einen Bruch in der Geschichte zur Folge hat. Er hat geschworen, das Buch unter allen Umständen zu verteidigen und doch schafft es Carnegie, es ihm abzunehmen. Am Ende wird man etwas nachdenklich und irritiert zurück gelassen, wirft Fragen auf, die wohl so einfach nicht zu beantworten sind.

Alles in allem ist es ein eindrucksvoller Film und eine starke Geschichte. Doch letztlich hätte diese konsequent fortgeführt werden müssen, so bekommt der Film nur 85%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 29.08.2010.

Veröffentlicht am 22.08.16!

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