Pans Labyrinth

Pans Labyrinth (2006)
Originaltitel: El Laberinto del Fauno

Regie: Guillermo del Toro
Drehbuch: Guillermo del Toro
Produktion: Guillermo del Toro, Alfonso Cuarón, Álvaro Augustín
Musik: Javier Navarrete
Kamera: Guillermo Navarro
Darsteller: Álex Angulo, Ivana Baquero, Ariadna Gil, Doug Jones, Sergi López, Maribel Verdú, u.v.a.
Dauer: 118 Minuten

Inhaltsangabe:

Spanien 1944: Ofelia (Ivana Baquero), 12 Jahre alt und Halbwaise, zieht mit ihrer hochschwangeren und kränklichen Mutter Carmen( Ariadna Gil) in die Berge zu ihrem Stiefvater Captain Vidal (Sergi López). Er residiert dort mit seiner Einheit, um den Widerstands-Kämpfern den Garaus zu machen.

Ofelia spürt sofort die Aggressivität und den Depotismus ihres Stiefvaters und hat in der Haushälterin Mercedes (Maribel Verdú) eine Verbündete gefunden. In ihrer Einsamkeit und Unsicherheit flüchtet sich das kleine Mädchen in die Feenwelt und trifft dabei auf Pan (Doug Jones), der in einem Labyrinth in der Nähe des Hauses wartet.

Pan hat Ofelia gleich als die wiedergeborene Prinzessin erkannt und gibt ihr drei Prüfungen auf, um das Reich und das Volk in der Erde wieder zum neuen Glanz zu bringen. Aber diese Prüfungen sind nicht einfach und ihr Stiefvater macht ihr ebenfalls das Leben schwer. Und was wird mit ihrer Mutter, die plötzlich mit starken Blutungen im Bett liegen bleiben muss?

Mein Fazit:

Endlich habe ich den Film gesehen und er hat mich mit einem Stirnrunzeln zurück gelassen. Das er brutal ist, wußte ich vorher schon. Das diese Szenen mich aber bis ins Mark erschüttern würden, damit rechnete ich nicht. Teilweise musste ich wegsehen. Täuschend echt waren die Szenen, das mir nur beim Zusehen bald schon schlecht wurde.

Anders herum ist da die liebreizende Ofelia, die einsam ist und sich nach ein bißchen Wärme und Geborgenheit sehnt. Ihre Mutter, geschwächt durch die Umstände und das Schicksal, kann ihr nicht die Liebe und Zuwendung geben, die das kleine Mädchen braucht. So flüchtet sie sich in ihre Feen-Welt. Sie vesucht, die Liebe, die ihr fehlte, schon vor der Geburt an ihren kleinen Bruder weiterzugeben. Sie liebt ihn abgöttisch und hofft, das er ein besseres Leben hat als sie bislang.

Am Ende des Films wird deutlich, das diese Welt tatsächlich nur in ihrer Fantasie existiert. Und da begann ich mich zu fragen, was diese Welt ausdrücken sollte? Ihre insgeheime Todessehnsucht (das der Tod überall war, wußte sie inzwischen und sie ahnte, das sie womöglich selbst nicht lebend heraus kommt) oder Ihre Sehnsucht nach Liebe, Aufmerksamkeit, Zuwendung und Geborgenheit. Ich habe noch keine Antwort gefunden …

Der Film hat mich unheimlich beeindruckt. Er ist spannend, kritisch und auch magisch. Die Zeit verging wie im Fluge und bis auf die Momente, wo er so brutal war, hing ich gebannt am Fernseher und musste die doch traurige Geschichte verfolgen. Von mir bekommt er 95%, denn er wird mich gedanklich die eine oder andere Minute begleiten.

Anmerkung: Die Rezension stammt 27.03.2009.

Veröffentlicht am 13.01.17!

image_pdf

Einen Penny für Ihre Gedanken ...